Kategorie: Privates
Bei diesem Kundentermin wurden Kindheitserinnerungen aus 1952 bei mir geweckt
Gestern hatte ich einen Termin auf einem großen Bauernhof in einer Ortschaft, ca. 20 km nördlich von Karlsruhe. Das Wohnzimmer soll renoviert werden. Auf der Anfahrt empfingen mich bereits interessierte Beobachter.
Als ich auf den Hof fuhr (links das Wohnhaus), konnte ich in der rechts stehenden Halle Kühe sehen und riechen. ;-).
Da entstand sofort der Wunsch, nach Ende des Kundengesprächs zu fragen, ob ich mir den Kuhstall einmal ansehen darf.
Warum? Als Stadtkind war ich 1952 zum ersten Mal auf einem Bauernhof, in Hinterzarten im Schwarzwald. Der Bauernhof lag ca. 4 km von der Ortsmitte entfernt, auf einer großen Lichtung. Der Bauer holte meine Mutter und mich damals mit einem Ochsenkarren vom Bahnhof ab.
Auf dem Bauernhof gab es keinen Strom, beleuchtet wurde noch mit Petroliumlampen. Es gab auch kein fließendes Wasser. Wasser wurde vom naheliegenden Bach geholt. Geheizt wurde nur in der Küche, allenfalls Sonntags der Kachelofen in der Stub´, dem bäuerlichen Wohnzimmer. Das „WC“ war ein mit Zeitungspapier bestückter Plumpsklo im Kuhstall.
Bis zum Ende meiner Schulzeit, verbrachte ich die Ferien immer auf diesem Bauernhof und lernte so das karge Landleben kennen und lieben. Mithelfen beim Heu machen, Kuhstall misten, Schweine füttern, Eier aus dem Hühnerstall holen, Gras mähen, Kühe melken (ja, das alles konnte ich!) machte mir große Freude und war sehr lehrreich für mich.
Dazu auf dem Heuboden spielen, die geheimen Ecken des Bauernhofs erkunden, mit Katzen spielen, junge Kätzschen im Arm halten, es war ein richtiges Kinderparadies für mich :-). Manchmal Rehe mit Kiz beobachten, die öfters ganz nah an den Bauernhof herankamen. Eine schöne Zeit und viele wunderbare Erlebnisse, die ich nicht missen will und an die ich gerne zurück denke. Diese Bilder gingen mir sofort durch den Kopf, als ich den Kuhstall sah und roch.
Also fragte ich den Bauern nach Gesprächsabschluss, ob ich mir den Kuhstall ansehen darf. Er war sehr überrascht, dass ein „Städter“ diesen Wunsch hat und fragte mich nach dem Grund, den ich ihm natürlich erzählte.
So kam ich in den Genuss, nicht nur den Kuhstall zu besichtigen, sondern erlebte noch eine kleine Führung über der Riesenhof. Auch dem Bauer machte es sichtlich Spaß, mir den Hof zu zeigen und er erzählte mir dabei von seiner Arbeit. Er betreibt Milchwirtschaft und die Kühe können sich frei auf der Weide bewegen. Wenn sie wollen, kommen sie in den Stall.
Das habe ich bis dato noch nie gesehen: Eine Waschbahn für Kühe. Leider zückte ich den Foto zu spät, sonst könnte ich die Kuh zeigen, wie sie sich wohlig an die rotierenden Waschbürsten drückt. Sobald die Bürsten Druck spüren, beginnen sie zu rotieren.
Die Kühe lernen das ganz schnell, erzählte mir der Bauer. Die Waschstation sei ein sehr beliebter Anlaufpunkt auf dem Hof! 🙂
Beeindruckend war auch für mich, dass tatsächlich alle Kühe einen Namen hatten. Natürlich streichelte ich die eine oder andere Kuh und Kälbchen. Ein wenig schwelgte ich in Kindheitserinnerungen. Und ich verließ den Bauernhof in der Gewissheit, dass die Kühe hier wirklich glückliche Kühe sind! 🙂
Die Natur ist herrlich
Beim heutigen Spaziergang. Der Baum beugt sich unter seiner Blütenbracht. Unterhalb hat er seinen Blütenteppich.
Starkes Stück: Dreister Internetbetrugsversuch mit meinem Namen
Kurz nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus, informierte mich meine Sekretärin über einen seltsamen Anruf. Eine Dame wollte eine Kamera abholen/kaufen, die ich bei ebay inseriert hätte.
Da ich keine Kamera inseriert hatte, wurde ich natürlich sofort stutzig, rief die Dame an und sagte ihr, dass ich keine Kamera zu verkaufen hätte. Ihre Antwort: „Irgendwie habe ich mir sowas gedacht!“
Die Kamera sei ziemlich günstig, sie hätte mit dem Verkäufer Kontakt per Email aufgenommen, so die Dame. Das sei ihr aber alles ziemlich suspekt vorgekommen. Deshalb googelte sie den in der Email angegebenen Namen (Werner Deck), fand mich und rief darauf hier an. Bei einem Telefonkontakt hätte sich der Typ als „malerdeck“ ausgegeben, erfuhr ich noch.
Das veranlasste mich zu einer Anzeige gegen Unbekannt, die ich online erstattete.
Nach wenigen Tagen erhielt ich einen Anruf des hiesigen Polizeipostens, der sich der Sache annahm. Hier nun das Ergebnis der polizeilichen Recherchen von gestern.
Das ist ein ja Ding. Kommt der beabsichtigte Betrug tatsächlich zustande, bezahlt der Käufer den Kaufbetrag, erhält aber keine Ware.
Danach kommt der Käufer zu mir, erstattet womöglich Anzeige wegen Betrugs gegen mich!
Wie beweise ich dann, das ich NICHT der Betrüger bin?
Vielen Dank an das gesamte Team vom „AZR – Ambulantes Zentrum für Rehabilitation und Prävention Karlsruhe“
Nach meiner Bandscheiben-OP und Entlassung aus dem Krankenhaus, bin ich seit Donnerstag, 11. April, zur Rehabilitation im „AZR – Ambulantes Zentrum für Rehabilitation und Prävention“ in Karlsruhe. Dort werde ich noch weitere zwei Wochen sein.
Die Behandlung dort ist hervorragend und ich mache gute Fortschritte. Alle Personen, mit denen ich bisher Kontakt hatte, ob Gründer, Therapeuten, Ärzte, Verwaltungsmitarbeiter, Rezeption, Küche oder Fahrdienst, sind ausnahmslos sehr freundlich, aufmerksam und zuvorkommend.
Dazu kommt die erstklassige Betreung, die gute Behandlung und die spürbare Kompetenz aller handelnden Personen. Auffällig ist auch die gelassene, freundliche und hilfsbereite Atmosphäre, die für mich spürbar im ganzen Haus herrscht.
Liebes Gesamtteam vom AZR – Ambulantes Zentrum für Rehabilitation und Prävention Karlsruhe, für die bisherige erstklassige Betreuung und Behandlung, möchte ich mich bei Ihnen allen auf diesem Weg ganz herzlich bedanken.
Wenn Behandlung und Heilverlauf sich weiter so gut entwickeln, kann ich Ihr Rehabilitationszentrum in zwei Wochen praktisch „wie neu“ verlassen ;-).
Sehr cooler Spruch, finde ich! :-) Gesehen am vergangenen Sonntag an einem Wohnmobil. :-) Was meinen Sie?
Heute war mein erster Tag in der ambulanten Rehabilitation
Wer krank ist, muss eben von Zuhause arbeiten. Wintergarten zum Büro umfunktioniert
Seit Dienstag vergangener Woche, bin ich vom Krankenhaus wieder Zuhause. Viel liegen soll ich, dazwischen sitzen, stehen und täglich spazieren gehen.
Die Firma wird zwar von meinen zwei ganz starken Frauen glänzend geleitet, aber ein wenig arbeiten muss ich schon! Dazu wurde der Wintergarten, mit einem zusätzlichen Tisch, in mein temporäres Büro umfunktioniert.
Natürlich arbeite ich nicht nur im Sitzen, sondern auch im Stehen. Und ab morgen geht es drei Wochen in die ambulante Reha. Morgens werde ich abgeholt und abends wieder gebracht.
Habe mich erkundigt: Es gibt dort eine Arbeitsmöglichkeit, wo ich mein Minibüro mit meinem Laptop, in den Pausen zwischen den Anwendungen, aufbauen kann. 😉
Durch meinen Ausfall, vor und nach meiner OP: Aktuell steuern zwei starke Frauen mein Unternehmen fast alleine
Seit Beginn meines Krankenhausaufenthalts, wird mein Unternehmen von zwei ganz starken Frauen gesteuert! Und das noch ca. vier Wochen lang, bis meine Reha abgeschlossen ist. Beide Frauen machen das unheimlich toll.
Da ist meine Sekretärin, Frau Vogelmann, die selbstständig den kompletten „Innendienst“ und die Auftragsterminierung abwickelt.
Dazu meine liebe Liebe, die seit meinem Krankenhausaufenthalt – und das von 0 auf 100 und für sie ganz selbstverständlich (!) – Kundenanfragen beantwortet, akquiriert, Kundentermine wahrnimmt, Kunden in Ausführungs- und Gestaltungsfragen berät, ausmisst, Aufmaße erstellt, Massen zusammenstellt und Kundenanfragen beantwortet.
Meine liebe Liebe bereitet mir dabei alles so „mundgerecht“ vor, dass ich von Zuhause aus oder in kleinen Pausen während der Reha, die Angebote erstellen kann. Soviel Unterstützung und Solidarität zu erfahren, ist unglaublich schön. Zudem eine tolle Leistung, von beiden Frauen.
Es ist unglaublich, was meine Frau da für mich leistet! Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr stolz ich auf meine liebe Liebe bin. Und wie unendlich dankbar. Gleiches gilt natürlich für meine Sekretärin, Frau Vogelmann und alle Mitarbeiter/innen!
Am Wochenende war unsere ganze Familie und viele Freunde zu Besuch, wir hatten etwas zu feieren. Diese Gelegenheit nutzte ich, um meiner Frau vor „versammelter Mannschaft“ ganz herzlich für Ihre tolle Leistung zu danken und ihr zu sagen, wie sehr stolz ich auf Sie bin!
Warum unkenntlich auf dem Bild, werden Sie sich fragen? Meine liebe Liebe will nicht öffentlich/internetmäßig erscheinen, was ich selbstverständlich respektiere. In diesem Fall setze ich mich einmal darüber hinweg, weil ich auch öffentlich meinen Dank und meinen Stolz kundtun will.
Wenn Sie es erfährt, wird sie mich natürlich tadelnd und mit hochgezogenen Augenbrauen ansehen. Verraten Sie mich also bitte nicht! 😉
Mein geliebter Teenager, wenn Du das ließt, sei bitte nicht ganz arg sauer auf mich. Aber ich musste der Welt Deine unglaubliche Unterstützung und meinen Stolz über Deine tolle Leistungen mitteilen!
Frau Vogelmann erhält heute im Verlauf des Tages diese Karte. Mit einem schönen Blumenstrauß als Dankeschön für ihre klasse Leistung. Den Strauß kann ich leider nicht fotografieren, da dieser – von wem wohl? – von meiner lieben Liebe an Frau Vogelmann überbracht wird.
Nachtrag am 9. April:
Eben schickte mir Frau Vogelmann ein Bild der Blumen und bedankte sich ganz herzlich bei mir.
Gestern, bei meinem Therapiespaziergang entdeckt: Zwei Tulpen setzen sich gegen ein übermächtiges Kiesbett durch!
Während meiner Rekonvaleszenz muss ich täglich spazierengehen. Es begann mit 15 Minuten und soll bis auf eine Stunde gesteigert werden. Also mache ich mich täglich auf den Weg, meine Umgebung zu Fuß zu erkunden.
Plötzlich sehe ich Dinge, die mir vorher nie auffielen, weil ich immer schnell mit dem Auto vorbei gefahren bin. So entdeckte ich gestern zwei Tulpen, die sich gegen ein übermächtiges Kiesbett durchgesetzt haben.
Die Natur ist einfach ganz wunderbar!
Und die Natur siegt: Immer! 🙂
Ein paar Ecken weiter, entdeckte ist diese originell aufgemalte Hausnummer.
Horrortrip oder kurzweilige Unterhaltung? Vom Krankenzimmer in den OP-Saal. Meine Fahrt durch die Krankenhausflure
Von meinem Krankenhausaufenthalt im Städtischen Klinikum Karlsruhe und meine dortigen guten Erfahrungen, berichtete ich bereits.
Wer schon einmal operiert wurde, kennt vielleicht dieses mulmige Gefühl, unmittelbar vor der OP. Bei mir war es jedenfalls immer so. Doch dieses Mal war es anders. Operiert wurde ich am 28. März. Die Beruhigungstablette, die man kurz vor der OP erhält, hatte ich schon eingenommen und wartete auf meine Abholung.
Bei meinen bisherigen drei oder vier Operationen, nutzte diese Tablette gegen meine Aufregung ziemlich wenig. Für mich war es immer eher wie die bevorstehende Fahrt zum Schafott. Nicht so dieses Mal. Bereits mein Nachbar hatte mich gut vorbereitet. Einigermaßen relaxt, lag ich in meinem Krankenbett und wartete auf die Abholung zur OP.
Die Tür ging gegen 11:30 Uhr auf und herein kam ein gut gelaunter Pfleger, der mich zum OP-Saal bringen sollte. Zunächst überprüfte er sehr genau und nicht ohne humorige Bemerkungen, ob ich überhaupt der richtige Patient bin.
Dann startete die Fahrt durch die Krankenhausflure. „Sie sind doch Herr Deck, von malerdeck?“ fragte er mich gleich. Nachdem ich bejahte, schilderte er mir beabsichtigte Umbauarbeiten an seinem Haus und hatte dazu einige technische Fragen an mich.
Im Bett durch die Krankenhausflure geschoben, entspann sich ein abwechslungsreiches und lustiges Beratungsgespräch. Im OP-Bereich angekommen, blieb der gute Mann so lange an meiner Seite, bis ich vom Narkoseteam übernommen wurde. In dieser Zeit ging meine Beratung und das kurzweilige Gespräch munter weiter.
Nach ca. fünf bis zehn Minuten, wurde ich schließlich vom Narkoseteam übernommen und der mich fahrende Pfleger bedankte sich für meine Informationen. Was soll ich Ihnen sagen? Es ging gerade so weiter! „Sie sind doch Herr Deck und hatten Ihre Firma früher in der Bachstraße. Ich wohne nämlich dort in der Nähe“, begrüßte mich einer der zwei vermummten „Narkotiseure“.
Daraus entspann sich ein weiteres abwechslungsreiches, unterhaltsames und lustiges Gespräch, über die seinerzeitigen Umzugsgründe, den Neubau unseres Firmengebäudes etc. Dabei wurde auch kräftig hin und her geflachst.
Während ich für die Narkose vorbereitet wurde, beugte sich plötzlich von hinten eine weitere vermummte Gestalt über mich: „Sie sind doch Herr Deck von malerdeck. Was halten Sie eigentlich von Silikatfarbe?“, wurde ich gefragt.
Also ging die Beratung gerade weiter und ich beantwortete ausführlich die gestellten Fragen. Das ging unmittelbar bis Beginn der Narkose so.
Im OP-Saal wartete schon ungeduldig 😉 Professor Dr. Uwe Spetzger auf mich. Deshalb war die letzte Frage des Narkoseteams, ob es jetzt gleich nach Knoblauch, Bier oder Wein bei mir schmecken soll. Noch eine kurze Antwort und weg war ich.
Professor Dr. Uwe Schmetzger operierte mich erstklassig
Im Vorfeld der OP wurde ich so gut unterhalten und abgelenkt, dass mir überhaupt keine Zeit für mulmige Gefühle oder gar Angst blieb.
Die betreffenden Personen haben das ganz klasse gemacht und mir damit sehr geholfen. 🙂 Vielen Dank dafür! 🙂



































