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Aufräumen in Härtefällen – Letzte Rettung mit der 4-Quadranten-Methode
Sie gilt als Arbeitsgeheimnis vieler US-Präsidenten und wurde auch als “Eisenhower-Regel” populär. Hier die simplify-Version für Krisensituationen:
Teilen Sie einen leeren Tisch oder notfalls den Fußboden in 4 Felder. Dann arbeiten Sie sich konsequent im Uhrzeigersinn durch Ihren Schreibtischdschungel, bis kein einziges (!) Blatt Papier mehr darauf liegt. Die 4 Felder bedeuten im einzelnen:
1. Wegschmeißen
In Feld 1 kommt alles, was weggeworfen werden kann.
2. Weiterleiten
Feld 2 enthält alles, was Sie an andere zur Erledigung weitergeben können (hier wäre es von Vorteil, wenn man Präsident wäre und einem der Mitarbeiterstab des Weißen Hauses zur Verfügung stünde).
3. Wichtig
In Feld 3 legen Sie alles, was Sie in der nächsten Zeit selber tun müssen. Bei diesem Stapel besonders geizig sein!
4. Wunder
Feld 4 hat eine besondere Bewandtnis. Hier kommen die Papiere hin, die Sie schon jetzt erledigen können, während Sie noch beim Aufräumen sind. Und zwar durch eine der folgenden Sofort-Aktionen:
Sie rufen den entsprechenden Partner an. Ist er nicht erreichbar, kommt das Schriftstück in Feld 3. Sie faxen es mit einer handschriftlichen Bemerkung an den Absender zurück (oder schicken es per Post, falls er kein Fax hat). Sie legen es jetzt, hier und sofort in den richtigen Ordner oder das entsprechende Fach Ihrer Hängeregistratur ab.
Die Grundgesetze der 4-Felder- oder 4-W-Methode: Keine Zwischenhäufchen bilden! Jedes Papier nur 1 mal anfassen! Keine Felder 5, 6 usw. bilden! Eine einfache Methode, die 100%ig funktioniert, wenn Sie sich ganz streng an die Regeln halten.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter.
Geldgeheimnisse: Was machen die Reichen schlauer als andere?
Geldgeheimnisse: Was machen die Reichen schlauer als andere?
Finanziell erfolgreiche Menschen nutzen das Gesetz der Ansammlung: Alles Große im Leben ist ein Zusammenspiel unzähliger kleiner Anstrengungen und Opfer – wie ein Schneeball, der Schneeflocke um Schneeflocke an sich bindet, bis er als kolossale Schneekugel ins Tal rauscht.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie diesen Effekt für Ihre persönliche finanzielle Situation sinnvoll nutzen können.
Warum Zeit Geld ist
Die Basis für jeden finanziellen Erfolg ist Wissen, auf welchem Gebiet auch immer: Menschenkenntnis, Fachkompetenz, Organisationsqualitäten. Ihre gesammelten Kenntnisse setzen sich zusammen aus Tausenden kleinen Informations- und Erfahrungsschnipseln. Je mehr es sind, desto besser können sie sich untereinander vernetzen und zu tragfähigen Modellen entwickeln.
Rom wurde nicht an 1 Tag erbaut. Wissen erfordert Zeit: lesen, Menschen treffen, Medien sehen und hören, sich Gedanken machen. Hinter jedem kompetenten Experten, den Sie bewundern, steht eine lange Geschichte intensiver Auseinandersetzungen. Suchen Sie sich den Bereich, der Sie am meisten interessiert und motiviert. Lernen Sie, was Sie lernen müssen, um selbst zum Experten zu werden. Kompetenz stellt einen Wert dar, der sich immer auch finanziell niederschlagen wird.
Öffnen Sie dem Reichtum die Tür
Auch das größte Vermögen ist eine Ansammlung vieler kleiner Sparpakete – und eines dieser Pakete ist Ihre Ausgangsbasis. Das Geheimnis des Geldes: Sobald Sie es konsequent sammeln, entsteht neue Energie. Das Gesetz der Anziehung kann sich entfalten: Geld wirkt auf Geld wie ein Magnet.
Wer den Cent nicht ehrt, ist des Euros nicht wert. Finanziell erfolgreiche Menschen erzählen stets die gleiche Geschichte: Sobald sie angefangen hatten, Geld beiseite zu legen, kam mehr davon in ihr Leben. Die Höhe der ersten Beträge ist dabei zweitrangig. Beginnen Sie heute, den Grundstein für Ihr Vermögen zu legen. Nicht nur durch Sparen, sondern auch durch neue Einnahmequellen. Sehen Sie sich – wie viele US-Amerikaner – nach einem Zweit-Verdienst um. Nutzen Sie jede Gelegenheit, um die magnetische Anziehungskraft Ihrer Finanzen zu erhöhen.
Sammeln Sie die nötige Erfahrung
Die 3. Zutat des Erfolgs ist Erfahrung. Sie ist unbezahlbar, braucht ebenfalls Zeit – und den Mut, Fehler zu machen. Erfolgreiche Menschen haben auf ihrem Fachgebiet auch von diesem Rohstoff mehr als andere.
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Viele Menschen brechen nicht aus ihrer Kuscheligkeit aus, weil sie Angst haben, zu scheitern. Aber wenn Sie sich nicht aus Ihrem Lehnsessel erheben, werden Sie nicht kompetent und aktiv genug werden, um zu verdienen, was Sie verdienen möchten. Lassen Sie nicht locker! Wenn Sie sinnlos Zeit vertrödeln, bringt Sie das von Ihrem Ziel weg, denn Wissen unterliegt dem Verfall und veraltet.
Alles zählt
Das ist der Schlüssel zum Gesetz der Anhäufung. Jedes Detail Ihres Wissens, Ihrer Arbeit und Ihrer Erfahrung zählt. Vertrauen Sie darauf, gerade wenn der Effekt nicht sofort spürbar ist. Es zählt nicht nur das, von dem Sie wollen, dass es zählt. Alles zählt – als Plus in Ihrer persönlichen Bilanz. „Warum sammeln? Ich lebe heute!“ sagen Nichtsparer. Halten Sie dem entgegen: „Ich lebe heute – und morgen!“
Ihr Aktionsplan
1. Beginnen Sie damit, den Wissensbereich zu studieren, der Sie bei Ihrem Streben nach finanziellem Wachstum am meisten unterstützt. Genießen Sie, was Sie auf Ihrem Gebiet schon wissen, und lernen Sie Neues. Entwickeln Sie sich zum Experten.
2. Legen Sie gleichzeitig Geld beiseite. Bleiben Sie konsequent und lassen Sie von Ihren Ersparnissen die Finger. Suchen Sie nach Extra-Möglichkeiten, den Topf zu füllen.
3. Probieren Sie jeden Tag in Ihrem Bereich etwas Mutiges: Gehen Sie auch verrückt erscheinenden Ideen nach. Erarbeiten Sie sich langsam, aber sicher einen Erfahrungsschatz.
4. Geben Sie Ihrem und damit dem Wachstum Ihrer Finanzen die nötige Zeit. Es dauert Monate, Jahre, ja eigentlich ein ganzes Leben lang. Das macht nichts. Fangen Sie nur heute an. Und bleiben Sie täglich am Ball.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter
Tipp: So kommen Sie als Paar mit unterschiedlichen Tagesrhythmen klar
Dass das Zusammenleben von Morgenmensch und Nacht- bzw. Abendmensch konfliktträchtig ist, wissen viele Paare aus eigener leidvoller Erfahrung. Der Morgenmensch möchte beim Frühstück schon anregende Diskussionen führen – und wird mit einsilbigen Antworten abgespeist. Der Abendmensch möchte nach den Spätnachrichten noch heißen Sex – und findet im Schlafzimmer einen bettwarmen Schläfer vor. Hier ein paar Anregungen für ein besseres Zusammenleben.
1. Unterschiede anerkennen
Niemand kann mitten in seinem persönlichen Tagestief aufmerksam und munter sein. Sie nicht und Ihr Partner/Ihre Partnerin auch nicht. Respektieren Sie, dass die Tagesleistungskurve Ihres Partners anders verläuft, und verabschieden Sie sich von unrealistischen Erwartungen.
simplify-Rat: Zeichnen Sie Ihre gefühlte Tagesleistungskurve auf, und bitten Sie Ihren Partner, das auch zu tun. Legen Sie beide Kurven nebeneinander, und finden Sie Ihre gemeinsamen „Hochs“. Legen Sie wichtige gemeinsame Aktionen (von Sex bis Kofferpacken für die Reise) in diese Tagesabschnitte, und führen Sie auch schwierige Gespräche zu diesen Zeiten.
2. Unterschiede ausleben
Der normale Alltag zwängt die meisten Menschen in ein eisernes Zeitkorsett: Kinder um 8 zur Schule, Verkehrsstau, unflexibler Arbeitsbeginn, Termindruck im Job.
simplify-Rat: Lassen Sie sich zumindest am Wochenende und im Urlaub kein Korsett anlegen. Vereinbaren Sie, dass der eine am Samstag, der andere am Sonntag seinen Rhythmus ausleben darf. Da kann der eine früh ins Bett, der andere lange ausschlafen. Das erfordert Opfer: Die klassische Samstags-Sex-Nacht oder das legendäre gemeinsame Sonntagsfrühstück bleiben da eventuell auf der Strecke. Ersetzen Sie alte Rituale durch neue: Kinder im Kino oder bei Oma, Eltern im Bett; Sonntagsausflug nur mit Papa; Kerzenschein-Dinner statt „petit déjeuner avec croissants“.
Besprechen Sie den Tagesablauf immer mit Uhrzeiten. Sonst hegt jeder Erwartungen, die seinem Rhythmus entsprechen: Der Nachtmensch glaubt, ein „Ausflug“ beginne gegen 11 Uhr, der Morgenmensch geht von einem Aufbruch um 7 Uhr aus.
3. Unterschiede lieben lernen
Sehen Sie unterschiedliche zeitliche Orientierungen nicht nur als Problem, sondern nutzen Sie sie aus: Der eine macht das Frühstück, der andere das Abendessen. Der eine setzt sich ans Steuer, wenn Sie im Morgengrauen in den Urlaub starten, der andere fährt spätabends, wenn Sie von einer Verabredung nach Hause zurückkehren.
simplify-Rat: Ärgern Sie sich nicht, dass der andere noch oder schon im Bett ist. Lernen Sie, „die Stunde für mich“ zu genießen, wenn Sie die Wohnung oder die Kinder für sich haben. Vermeiden Sie einseitige Zugeständnisse. Wenn Sie Ihren Partner ausschlafen lassen oder zu nächtlicher Stunde Ihren Teeny von einer Party abholen, haben Sie etwas gut – und das dürfen Sie auch einfordern.
4. Unterschiede ausgleichen
Erst wenn Sie Ihre unterschiedlichen Zeitgewohnheiten nicht mehr zu den ewigen Streitthemen, sondern zu Ihren jeweiligen Eigenschaften zählen, können Sie sich daranmachen, die angeblich unveränderbaren Gegebenheiten zu ändern.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.
Ein Satz, der Ihre Partnerschaft revolutionieren kann
Die 4 wichtigsten Wörter in der Partnerschaft
„Du kannst nichts dafür.“ Das sind die magischen Worte, mit denen eine Frau jeden Mann beruhigen kann. Frauen machen ihren Gefühlen gerne Luft. Bei ihrem Partner kommt das sehr häufig als Vorwurf an, auch wenn sie das gar nicht wollten.
Der amerikanische Bestseller-Psychologe John Gray („Venus und Mars“) schlägt Frauen daher vor, dass sie immer wieder einmal innehalten und ihrem Mann das Zuhören erleichtern sollten, indem sie sagen: „Ich bin froh, dass du mir zuhörst. Wenn es sich für dich manchmal so anhört, als ob ich dich beschuldige, ist das nicht so gemeint. Du kannst nichts dafür.“
Natürlich können Sie Ihren Mann nur dann damit beruhigen, wenn Sie es tatsächlich nicht als Vorwurf gemeint haben.
Wie Sie mit echten Vorwürfen umgehen sollten
Haben Sie jedoch echte Aggressionen gegenüber Ihrem Partner, sollten Sie das lieber mit jemand anderes besprechen, über den Sie sich nicht ärgern und der Ihnen den nötigen Beistand geben kann. Hilfreich ist es auch, wenn Sie Ihre Gefühle in einem Tagebuch niederschreiben. Gehen Sie auf Ihren Partner erst wieder zu, wenn Sie Ihr Gleichgewicht wiedergefunden haben und sich „liebevoller“ fühlen.
Entdecken Sie Ihr Gefühls-Sandwich
Emotionen sind stets vielschichtig: Ärger und Angst, Liebe und Trauer, Kummer und Begehren überlagern sich. Eine Frau ist über einen Fehler ihres Mannes zornig, weil dieser ihr nicht gleichgültig ist: Das ist die Prise Liebe, die auch im wildesten Wutausbruch steckt. In jeder Aggression ist die Angst enthalten, den anderen zu verlieren. Meist sind Sie sich nur einer dieser aufeinander geschichteten Emotionen bewusst, aber die anderen sind trotzdem vorhanden. Gefühlsprobleme lassen sich viel leichter lösen, wenn Sie es schaffen, die Vielfalt Ihrer Emotionen zu erkennen und auszudrücken. Was unausgesprochen bleibt, wird ins Unterbewusste verdrängt und kann zu einem beschwerlichen Gepäck werden, das alle Beteiligten belastet.
Werden Sie sensibel, aber nicht empfindlich
Als Frau können Sie lernen, sensibel für solche möglichen Missverständnisse Ihres Partners zu werden. Als Mann können Sie sich ebenso darin üben, gefühlsmäßige Äußerungen Ihrer Partnerin nicht als Angriff zu verstehen.
Zähmen Sie Ihr Bedürfnis, ihn zu ändern
Für einen Mann bedeutet wahre Liebe, die geliebte Partnerin nicht verändern zu wollen. Findet ein Mann die Richtige, schenkt er ihr sein Herz und liebt diese Frau so, wie sie ist. Ein Mann erwartet dasselbe von ihr. Sie verhält sich aber häufig nicht diesen Wünschen entsprechend: Wenn eine Frau auf der Suche nach einem Partner ist, sieht sie sich auch nach einem Mann um, den sie liebt. Anders als ihr Partner akzeptiert sie ihn aber oft nicht so, wie er ist. Sie versucht vielmehr, ihn – ihren persönlichen Vorlieben entsprechend – zu ändern. Das ist ihre Art von Liebe: Sie ist begeistert von den Möglichkeiten, die noch in ihm stecken. Dabei stellt sie sich auf den Standpunkt: Wenn ich ihm nur all meine Liebe schenke – dann wird er noch viel wunderbarer werden als jetzt. Als Frau können Sie lernen, damit umzugehen. Sie können sich darin üben, ihr Bedürfnis, ihn zu ändern, zu zügeln. Nehmen Sie es als Mann gelassen hin, dass eine Frau immer wieder einmal von dem Verlangen gepackt wird, Sie verändern zu wollen.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.
Glückspilz-Training: Einfache Strategien für ein glücklicheres Leben
Per Zeitungsannonce suchte der britische Psychologe Richard Wiseman Pechvögel und Glückspilze, lud sie in sein Testlabor ein und ließ sie die Bilder in einer Zeitschrift zählen. Mitten in dem Magazin aber stand in großen Buchstaben: „Hören Sie auf zu zählen. Sagen Sie dem Versuchsleiter, dass Sie diesen Satz gefunden haben und kassieren Sie 100 Pfund.“
Von denen, die sich für Glückspilze hielten, entdeckten viele die Botschaft. Die selbsternannten Pechvögel sahen die Glücksnachricht bis auf wenige Ausnahmen nicht. Mit diesem und anderen Experimenten hat Wiseman herausgefunden, wie auch angeblich vom Unglück verfolgte Menschen ihr Glück finden können.
Maximieren Sie Ihre Zufalls-Chancen
Vielleicht haben Sie in Ihrem Bekanntenkreis jemanden, der häufig in Preisausschreiben gewinnt. Fragen Sie ihn, wie oft er an solchen Preisrätseln teilnimmt – mit Sicherheit sehr viel öfter als Sie! Das ist noch ein eher harmloses Beispiel. Erfolgreiche Menschen sind meist extrovertiert, unterhalten sich häufig mit anderen und geben viel von sich preis.
simplify-Technik: Knüpfen Sie ein „Glücks-Netz“ und pflegen Sie Ihre Kontakte. Stellen Sie zu möglichst vielen Menschen solide, langfristige Bindungen her. Dass Sie auf einer Party von einem wildfremden Talentsucher entdeckt werden, ist unwahrscheinlich. Derjenige, der Ihnen eines Tages zu Ihrem Traumberuf verhelfen kann, ist immer jemand, den Sie schon länger kennen (bei dem Wort „Traumberuf“ ungläubig abzuwinken ist übrigens typisches Pechvogel-Verhalten).
Bleiben Sie offen für Überraschungen
Sie erkennen mögliche Chancen besser, wenn Sie locker bleiben und nicht zu verbissen an Ihren Zielen festhalten. Glückspilze berichten immer wieder, wie sie die entscheidende Gelegenheit zufällig am schwarzen Brett entdeckten oder im Internet darauf stießen.
simplify-Technik: Erinnern Sie sich an eine verpasste Chance. Drehen Sie in Gedanken die Uhr zurück und malen Sie sich den Verlauf der Szene anders aus. Sie werden sehen: So groß ist der Unterschied gar nicht. Neugier, Gelassenheit und Mut sind wichtige Zutaten Ihrer möglichen Karriere als Glückspilz.
Vertrauen Sie Ihrer Intuition
Wagen Sie es, Entschlüsse „aus dem Bauch heraus“ zu treffen. Erinnern Sie sich an eine schlimme falsche Entscheidung. Meist hatten Sie damals spontan den richtigen Riecher, ließen sich aber durch Nachdenken oder Überredung zu einem Fehler verleiten. Lernen Sie daraus. Sagen Sie jetzt zu der inneren Stimme Ihres Unbewussten: „Danke. Das nächste Mal höre ich auf dich!“
simplify-Technik: Stellen Sie sich bei kniffligen Entscheidungen einen weisen alten Mann (oder eine weise Frau) vor und halten Sie ein vertrauliches Zwiegespräch. Auf den Rat des/der Alten können Sie sich verlassen!
Rechnen Sie mit einer guten Zukunft
Gegen diesen Rat verstößt Deutschland zurzeit kollektiv. Lassen Sie sich nicht anstecken, sondern machen Sie sich klar: Jede Wahrnehmung ist selektiv, jede Analyse und jede Prognose erfassen stets nur einen Ausschnitt. Trennen Sie deutlich: Wissen Sie aus eigener Empfindung, dass es Ihnen schlechter geht, oder beruhen diese Empfindungen auf den Meldungen der Medien? Hüten Sie sich vor den sich selbst erfüllenden Prophezeiungen. Zufriedenheit ist – völlig unabhängig von Geld – auch im wirtschaftlichen Niedergang möglich.
simplify-Technik: Rechnen Sie nicht in relativen Zahlen („Ich kann mir nur halb so viel leisten wie mein Nachbar“), sondern in absoluten („Ich leiste mir einen Wein für 15 €“). Glückspilze, so Wiseman, vergleichen nicht, sondern genießen.
Verwandeln Sie Unglück in Glück
Auch die größte Katastrophe enthält ein Quäntchen Glück, so wie jede Idylle etwas Negatives enthält. „Das Beste daraus zu machen“ ist die herausragende Fähigkeit der Glücksmenschen.
simplify-Technik: Üben Sie diese Sichtweise in harmlosen Situationen. Beispiel: Sie haben sich im Supermarkt an die langsamste Warteschlange angestellt – dann unterhalten Sie sich freundlich mit der Person vor oder hinter sich. Sagen Sie sich, dass dieses Gespräch nur möglich wurde durch Ihr Pech, in der „falschen“ Reihe zu stehen.
Grübeln Sie nicht über vergangenes Pech
Leichter gesagt als getan! Wenn Ihre Gedanken zurückschweifen („Hätte ich doch damals bloß nicht …“), dann zwingen Sie sich aber wenigstens dazu, aus dem damals passierten Fehler zu lernen. Formulieren Sie „goldene Sätze“ für sich, was Sie in Zukunft in einer ähnlichen Situation tun werden. Beugen Sie zukünftigem Pech aktiv und bewusst vor.
simplify-Technik: Denken Sie an die berühmte Geschichte des IBM-Managers, dessen Unternehmen durch seine falsche Entscheidung 2 Millionen Dollar verlor. Er ging zum Chef und bat um seine Entlassung. Der rief: „Sind Sie wahnsinnig? Gerade haben wir 2 Millionen Dollar in Ihre Ausbildung investiert!“
Wenn Sie intensiver einsteigen wollen: Richard Wiseman, “So machen Sie Ihr Glück”.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.
Die 4 apokalyptischen Reiter in Ihrer Beziehung – Und wie Sie sie vertreiben
Pfiffiger schreiben – Damit Sie privat und beruflich davon profitieren
Schreiben, schreiben, schreiben
Wenn Sie gerne texten, lassen Sie keine Gelegenheit zum Üben und Veröffentlichen aus. Über persönliche Internet-Tagebücher (Weblogs) werden immer wieder begabte Autorinnen und Texter gesucht und gefunden. Je mehr Sie schreiben, umso besser wird Ihr Stil!
Viele Menschen denken bei „Schreiben“ an Gedichte oder Romane. Das sind aber die am schlechtesten verkäuflichen Kategorien. Werbetexte dagegen, technische Dokumentationen, Berichte, Pressemeldungen, Sachbücher und viele andere eher unauffällige Texte – das ist die Art, mit der Sie Geld verdienen können.
Saugen Sie den Leser an
Ob Spiegel-Artikel oder ein Bericht im Vereinsblatt: Der 1. Satz (im Journalistenjargon heißt er „Lead“) entscheidet, ob Ihre Leser weiterlesen. Jede Publikation hat dafür ihre typischen Methoden. Der Spiegel startet im Reportagestil: „Zuerst schossen zwei monströse Tentakel aus der Dunkelheit heran.“ Danach wird meist die Geschichte von hinten her aufgerollt. Bild beginnt gern rätselhaft: „Die Schlinge zieht sich zu.“ Oder emotional: „Skandal! 20 % soll der Benzinpreis noch steigen …“ Bei Ratgebern ist die Methode „Problem und Versprechen“ beliebt: „Berge von Papier stapeln sich jeden Tag auf Ihrem Schreibtisch. Dagegen hilft …“
Beim letzten Beispiel sehen Sie, dass Sie für einen guten Lead sogar den Satzbau so umbiegen dürfen, dass das stärkste Wort an den Anfang rutscht. Normalerweise würde man sagen: „Jeden Tag stapeln sich Berge von Papier auf Ihrem Schreibtisch.“
Sparen Sie an Nebensätzen
Es ist eine Tatsache, dass es eine echte Seuche darstellt, dass im Deutschen, in dem es die Möglichkeit gibt, komplizierte Satzkonstruktionen zu bilden, dadurch viele Aussagen, die wichtig sind, nicht im Hauptsatz, sondern in einem Nebensatz, den man kaum noch versteht, landen.
Das war ein Beispielsatz, wie Sie es nicht machen sollten. Gegen solche Ungetüme helfen folgende Methoden:
Überflüssiges streichen. „Es ist eine Tatsache, dass“ oder „Ich finde, dass“ bieten keinerlei Informationswert.
Adjektiv statt Nebensatz. „Wichtige Aussagen“ statt „Aussagen, die wichtig sind“. „Unverständlicher Nebensatz“ statt „Nebensatz, den man kaum noch versteht“.
Doppelpunkt statt „dass“. „Es ist eine Seuche im Deutschen: Wichtige Aussagen landen in einem Nebensatz.“
In mehrere kurze Sätze zerlegen. „Im Deutschen lassen sich verschachtelte Nebensätze bauen. Das kann zu einer regelrechten Seuche werden. Wichtige Aussagen landen dann in einem Nebensatz.“
Verben statt Substantiven
Bei der Begegnung Ihrer Leser mit Ihrem Geschriebenen kommt es auf Verstehbarkeit und einen gewissen Überraschungseffekt an, damit seine Lesefreudigkeit anhält und vor allem bei einer Steigerung der Textlänge keine Ermüdung eintritt.
Ein häufiger Fehler, den Sie oft erst beim Durchlesen bemerken. Wandeln Sie Substantive in Verben oder Adjektive um. Das geht immer. Texte werden lesbarer und kürzer:
„Schreiben Sie verständlich und überraschen Sie Ihre Leser, damit sie gerne weiterlesen und auch bei längeren Texte nicht ermüden.“ Na bitte!
Würzen mit Umgangssprache und Modewörtern
Haben Sie keine Scheu, auch einmal zu schreiben, wie „Ihnen der Schnabel gewachsen ist“. Wenn Sie schwierige Sachverhalte rüberbringen wollen, suchen Sie sich einen Menschen in Ihrer Umgebung, dem Sie davon erzählen. Wenn dieser andere sagt „Jetzt hab ich’s kapiert!“ – dann nehmen Sie genau die Formulierung, bei der er den Durchblick bekam.
Verwenden Sie mutig (aber nicht zu übertrieben) Zitate aus der aktuellen Umgangssprache und Werbung. Mit „Gute Preise, gute Besserung“ oder „Mittendrin statt nur dabei“ können Sie auf billige Weise ein kleines Schmunzeln erzeugen. Entsprechende Sprüche finden Sie bei slogans.de oder wikiquote.org.
Dumme Wörter vermeiden
Es gibt nämlich Wörter, die sind eigentlich gar nicht nötig, und deshalb sollten Sie die bewusst weglassen.
In diesem Beispielsatz sind das „nämlich“, „eigentlich“ und „bewusst“. Ohne jeden Informationsverlust lautet der Satz dann: „Es gibt Wörter, die sind gar nicht nötig, und deshalb sollten Sie die weglassen.“
Mit den folgenden Begriffen zeigen Sie, dass Sie ungebildet sind: „einzigster“ (es heißt „einziger“, denn das ist ja bereits nur einer), „Osterinseln“ (es ist nur 1 Insel), „Linkshändler“ (richtig wäre „Linkshänder“). Prüfen Sie Eigennamen immer doppelt nach. Nichts ist peinlicher, als wenn Sie aus Günter Hoefer einen Günther Höfer machen.
Überschlaue Wörter vermeiden
Man könnte somit das allen Humanismen zu Grunde liegende kommunitarische Phantasma auf das Modell einer literarischen Gesellschaft zurückführen, in der die Beteiligten durch kanonische Lektüren ihre gemeinsame Liebe zu inspirierenden Absendern entdecken.
Ein Satz des Philosophen Peter Sloterdijk im typischen Intellektuellen-Jargon: viele Substantive, viele Fremdwörter. Als Schreiber machen Sie sich beliebt, wenn Sie schwierige Sachverhalte verständlich ausdrücken können. Schlagen Sie Fremdwörter auf wikipedia.de nach. So geht es doch auch:
„Bei allen Menschen gibt es die abwegige Vorstellung: Wir werden eine Gesellschaft, indem wir lesen, was andere uns vorschreiben, und uns gemeinsam von bestimmten Autoren beflügeln lassen.“
Keine Wiederholungen
Wenn Sie über ein Thema schreiben, kommt dieses Thema immer wieder in vielen Varianten dieses Themas vor, bis Ihren Lesern das Thema zu den Ohren herauskommt.
Variieren Sie häufig vorkommende Begriffe! Klicken Sie beim Schreiben mit der rechten Maustaste auf das Wort und wählen Sie (bei Microsoft Word) den Begriff „Synonyme“. Sie erhalten fast immer eine Liste mit sinnverwandten Wörtern (bei „Thema“ erscheinen „Motiv, Frage, Aufgabe, Angelegenheit, Inhalt usw.“). Selbst wenn das gesuchte Wort nicht dabei ist – oft kommen Sie beim Lesen der Liste auf neue Begriffe. So vermeiden Sie das Schlimmste, was Sie Ihren Lesern zumuten können: Langeweile.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter
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Gute Tipps, finde ich. Werde künftig versuchen, davon einige umzusetzen
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Die innere Uhr: Werden Sie zeitsouverän! Zeitenvielfalt statt Uhren-Monokultur
Erinnern Sie sich noch an Ihre 1. Uhr? Für Kinder ein stolzer Moment: „Ich kann die Uhr lesen!“ Doch aus diesem Stück Selbstständigkeit wird bei vielen Erwachsenen eine Abhängigkeit – die Abhängigkeit vom Zeitmessinstrument Uhr. Unser Rat an Sie: Machen Sie die Uhren-Zeit nicht zum einzigen Maßstab Ihrer Zeit.
Lassen Sie sich nicht von Ihrer Uhr beherrschen
Wer automatisch alle paar Minuten auf die Uhr schaut, glaubt, dadurch die eigene Zeit im Griff zu haben. Doch der ständige Blick auf das kleine Ding am Handgelenk bewirkt genau das Gegenteil: Die Uhr hat Sie im (Würge-)Griff!
simplify-Tipp: Legen Sie Ihre Armbanduhr so häufig ab, dass sich dieser Automatismus verliert. Versuchen Sie’s zunächst in einer Phase ohne jeden Zeitdruck – etwa beim Wandern oder beim abendlichen Zusammensein mit Freunden – und erst danach im Alltag. Vermutlich wird Ihnen das Handgelenk anfangs ziemlich nackt vorkommen. Ersetzen Sie die Uhr nicht durch ein Armband, sondern genießen Sie die Freiheit, die Ihr Arm und Sie durch das Ablegen der Uhr gewinnen.
Manche Menschen zeigen ihren Luxus durch eine exklusive Uhr. Machen Sie’s wie der Hersteller von Luxusuhren Thomas Prescher, dessen persönlicher Luxus in einem Leben ohne Uhr besteht (so Prescher in einem Interview mit dem Manager-Magazin).
Handy statt Armbanduhr
Viele Menschen können keine Sekunde auf ihre Uhr verzichten. Daneben gibt es jedoch eine wachsende Zahl von Menschen, die gar keine Uhr mehr tragen: Ihnen dient das Handy als Uhrersatz. Ist das nun eine Unsitte oder nicht?
simplify-Tipp: Betrachten Sie Ihr Handy als praktische Standby-Uhr, wenn Sie uhrlos unterwegs oder bei der Arbeit sind. Sein großer Vorteil: Sie können sich damit jederzeit über die genaue Uhrzeit informieren, müssen es dafür aber extra hervorholen. Legen Sie Ihr Handy daher nie direkt vor sich auf den Tisch!
Achten Sie auf Zeitsignale von außen …
Ihre Umgebung sendet Ihnen jede Menge Zeitsignale. Beobachten Sie die Natur: Wo steht die Sonne am Himmel? Welche Teile außerhalb des Hauses sind im Schatten, welche besonnt? Wann singen welche Vögel vor Ihrem Fenster?
simplify-Tipp: Wer einen Garten besitzt, kann es im Sommer dem schwedischen Naturforscher Carl von Linné (1707–1778) nachmachen: Lesen Sie die Zeit von den Blumen ab, die ihre Blüten zu unterschiedlichen Zeiten öffnen und schließen. Infos dazu finden Sie im Internet unter dem Stichwort „Blumenuhr“, etwa auf der Website mein-schoener-garten.de.
Auch menschliche Rhythmen bieten Ihnen Anhaltspunkte: War daheim der Briefträger, im Büro der Brotzeitservice schon da? Die Kirchturmuhr läutet verlässlich immer zu denselben Zeiten, die Straßenbahn rattert in der Ferne alle 10 Minuten, der Nachbar lässt wie immer nach den Abendnachrichten die Rollläden herunter.
simplify-Tipp: Orientieren Sie sich für Tätigkeiten, die Sie nicht auf die Minute genau timen müssen, an „Es ist Zeit“-Zeichen aus Ihrer Umgebung. Beispiel: Nehmen Sie sich morgens so lange Zeit für Ihre Zeitungslektüre, wie Sie auf der Straße Schulkinder vorbeiziehen hören.
… und von innen
Nicht nur wer ziellos in den Tag hineinlebt, sondern auch Menschen, die mit einem Zeitplaner arbeiten, kennen das abendliche Gefühl, „wieder nichts geschafft“ zu haben. Ein häufiger Grund: Sie haben für ihre To-dos nicht den jeweils günstigsten Zeitpunkt gewählt.
simplify-Tipp: Zeichnen Sie Ihre Tageskurve auf: Zu welchen Tageszeiten sind Sie eher gut, zu welchen eher schlecht drauf? Richten Sie Ihre Tagesplanung nach Ihrem Rhythmus aus, und legen Sie Tätigkeiten, die große Konzentration erfordern, in Ihre Hochphasen.
Für das Gelingen von Gesprächen oft entscheidend: Ihre eigene Stimmung. Wenn Sie selbst von einem Erfolgserlebnis beflügelt sind, schaffen Sie es leichter, Ihre Kollegin für Ihre Projektidee zu begeistern. Wenn das Gewitter draußen Sie in eine leicht aggressive Stimmung versetzt, haben Sie als zurückhaltender Mensch eher die Power, bei Bedarf einmal auf den Tisch zu hauen. Nehmen Sie günstige Gelegenheiten wahr, statt strikt nach Terminplan zu agieren!
Lassen Sie sich zur Pause einladen
Die Chronobiologie (= wissenschaftliche Erforschung körperlicher Prozesse unter Zeitaspekten) hat festgestellt: Unseren Tag durchzieht ein fester Rhythmus von Energieanstieg und Energieabfall – jeweils nach rund 90 bis 120 Minuten bietet unser Körper uns eine etwa 20-minütige Regenerierungsphase an.
simplify-Tipp: Registrieren Sie bei sich die ersten Anzeichen dieser Phase – etwa Gähnen, das Bedürfnis, vom Arbeitsplatz aufzustehen, oder Tagträume –, und folgen Sie der Einladung Ihres Körpers, sich zu erholen. Dazu müssen Sie sich nur bequem hinsetzen (oder hinlegen) und die Augen schließen. Den Rest übernimmt Ihr Körper. Ihr wichtigster Beitrag zu Ihrer Erholung: Halten Sie es aus, nichts zu tun!
Zentrales Anliegen des renommierten Zeitforschers Professor Karlheinz Geißler ist die Entwicklung einer neuen, menschlichen Zeitkultur. Anregungen für diesen Artikel verdanken wir dem wissenschaftlichen Sammelband: Karlheinz A. Geißler, Klaus Kümmerer, Ida Sabelis (Hrsg.): “Zeit-Vielfalt. Wider das Diktat der Uhr”.
Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.
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Anmerkung von mir: Analog des oben genannten Tipps, verzichte ich seit ca. zwei Jahren auf eine Armbanduhr. Zumindest die Unsitte, ständig auf die Uhr zu schauen, habe ich dadurch bei mir abgeschafft. Meine Erfahrung daraus: Es geht auch ohne Armbanduhr!
Biblische Tipps zum Umgang mit Enttäuschungen
1. Mose-Strategie: Guck auf den Boss
Gott spricht aus dem brennenden Dornbusch zu Mose und beauftragt ihn: „Führe mein Volk heraus aus Ägypten!“ Als Moses zögert und nach dem Namen Gottes fragt, erhält er zur Antwort: „Ich will mit dir sein.“ Im Wissen darum, dass Gott hinter ihm steht, führt Moses von da an sein Volk gegen alle Widrigkeiten.
simplify-Rat: Machen Sie sich klar, für wen Sie arbeiten. Enttäuschungen lassen sich besser ertragen, wenn Sie klar wissen, wem oder was Ihr Engagement letztlich gilt. Ist es der unfähige Chef, der sich auf Kosten seiner Mitarbeiter profiliert, oder sind es die Menschen, die von dem Produkt profitieren werden? Ist es der ermüdete Pfarrer Ihrer Gemeinde, oder sind es die Kinder und Jugendlichen, die sich im Pfarrheim versammeln?
2. Mose-Strategie: Bleib auf dem Weg
Während der unendlich langen 40 Jahre auf dem Weg durch die Wüste vergessen die Israeliten häufig, wer sie aus der Sklaverei befreit hat. Dennoch hält Mose an seiner Sendung fest.
simplify-Rat: Erwarten Sie keine Dankbarkeit. Dass Sie für Ihr Engagement nicht immer Dank ernten, hat meist einen einfachen Grund: Viele Menschen schämen sich vor dem, der ihre Probleme kennt. Tun Sie weiterhin Gutes – weil es Ihr Auftrag ist und es gut für Sie ist, sich selbst treu zu bleiben. Machen Sie es wie Gott und Mose: Sehen Sie weiterhin das Gute in den Menschen, auch wenn Sie von ihnen enttäuscht oder verletzt werden.
3. Mose-Strategie: Träume groß
Als Mose mit Gottes 10 Geboten vom Berg Sinai herabsteigt, entdeckt er, dass sich die Israeliten als Götterstatue ein goldenes Kalb modelliert haben – und damit gegen das ausdrückliche Verbot verstoßen haben, sich von Gott ein Bildnis zu machen. Mose wird zornig und zerschmettert die Tafeln. Nach einer jüdischen Überlieferung, so Kushner, hebt Mose die Scherben anschließend auf und bewahrt sie gut auf.
simplify-Rat: Wagen Sie Visionen. Trauen Sie sich, beruflich wie privat Großes von Ihrem Leben zu erwarten. Investieren Sie Zeit und Energie, damit Ihre Träume wahr werden.
Nehmen Sie Abschied von nicht realisierbaren Träumen. Es ist bitter, wenn sich keine Kinder anmelden, die Partnerschaft zum Schlachtfeld geworden ist, die mühsam aufgebaute Firma Konkurs geht oder eine Krankheit alle Pläne zunichte macht. Aber lassen Sie Ihr Leben nicht von Ihren Träumen tyrannisieren. Wenn ein Wunsch endgültig gescheitert ist, stehen Sie zu der neuen Situation. Ein Paar, das seinen Kinderwunsch begraben muss, baut das Kinderzimmer zu einem Gästezimmer um. Geben Sie die Ausrüstung weg, wenn Sie wegen Ihrer Rückenprobleme nicht mehr Ski fahren können.
Stehen Sie zu Ihren zerbrochenen Träumen. Bewahren Sie aber wie Mose ein paar Scherben auf. Streichen Sie Lebensabschnitte, die in Enttäuschungen endeten, nicht aus Ihrer Biografie. Nur wenn Sie auch zu Ihren schmerzhaften Erinnerungen stehen, können Sie sich neu orientieren. Wagen Sie trotz der Enttäuschung neue Träume.
Diese und weitere anregende Gedanken finden Sie in: Harold S. Kushner, “Vom Glück im Unglück”.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter
Wie Sie ohne Medikamente Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren
Wie Sie ohne Medikamente Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren
An gebrochenem Herzen sterben – ja, das ist möglich. Manchmal sterben Witwer kurz nach dem Tod ihres Ehepartners. Manager erleiden einen Herzinfarkt, weil sie sich zu „herzlich“ mit ihrem Job verbunden haben. Längst ist erwiesen, dass emotionaler Stress in „Herzensangelegenheiten“ ein noch größerer Risikofaktor ist als Rauchen. Wenn das emotionale Gehirn aus den Fugen gerät, leidet das mit ihm verbundene Herz und gibt schließlich auf. Aber genau diese enge Verkettung von Kopf und Herz lässt sich dazu nutzen, mit mentalen Methoden Ihr Herz-Kreislauf-System zu heilen – ohne jedes Medikament! Der französische Neurologe David Servan-Schreiber hat Forschungsergebnisse der Neurobiologie zusammengestellt und damit bei Laien wie Fachleuten großes Aufsehen erregt.
Ihr Herz – eine Welt für sich
Das menschliche Herz hat ein eigenes Nervensystem und produziert eigenständig Hormone. Diese wirken unmittelbar auf das Gehirn – das Gehirn steuert also nicht nur unsere Organe, sondern auch umgekehrt!
Das autonome Nervensystem des Körpers besteht aus 2 Strängen: Das „sympathische“ setzt Adrenalin und Noradrenalin frei, steuert Kampf- und Fluchtreaktionen und beschleunigt wie ein Gaspedal den Herzschlag. Der andere, „parasympathische“ Strang, gleichsam die Bremse, produziert einen Neurotransmitter, der entspannen und den Herzschlag verlangsamen kann. Bei Säugetieren sind diese beiden Systeme in Balance und ermöglichen komplexe soziale Beziehungen: Ohne das parasympathische Bremssystem würden z. B. Männer unkontrolliert über Frauen herfallen oder bei jeder drohenden Gefahr in hemmungslose Rage geraten.
Die Wellen der Herzfrequenz
Die unmittelbare Auswirkung dieses sensiblen Balance-Systems ist die ständige Veränderung der Herzschlagfrequenz. Diese Veränderlichkeit ist normal und gesund – wenn ein Herz mit der Regelmäßigkeit eines Metronoms zu schlagen beginnt, ist das ein Zeichen für den nahenden Tod! Bei Stress, Angst, Depression oder Zorn verändert sich der Herzschlag in chaotischen, ungleichmäßigen Mustern. Wohlbefinden, Mitgefühl und Dankbarkeit dagegen führen zu gleichmäßigen Pulsveränderungen, der so genannten Kohärenz. Im Lauf des Lebens lässt die (parasympathische) Bremse nach, es wird für das Herz schwerer, nach Stress zu innerer Ruhe zu finden. Die wichtigste Voraussetzung für ein langes und gesundes Leben ist also, Ihr parasympathisches System zu trainieren. Und das ist möglich! Hier Servan-Schreibers einfache Mental-Methode für ein gesundes Herz:
Gedanken, die Ihr Herz heilen helfen
1. Atmen Sie 2-mal langsam und tief ein und aus, mit einigen Sekunden Pause zwischen allen Atemzügen. Damit regen Sie den Parasympathikus an und verlagern das Schwergewicht auf die „Bremse“.
2. Lenken Sie nach 10 bis 15 Sekunden Ihre Aufmerksamkeit auf die Herzgegend. Stellen Sie sich vor, Sie atmen durch das Herz, das sich dadurch in einem Bad frischer, reinigender Luft wäscht. Denken Sie sich, Ihr Herz wäre ein fröhlich planschendes Kind in einer Badewanne mit warmem, sauberem Wasser.
3. Empfinden Sie im Herzraum Wärme und Ausdehnung. Nach Jahren emotionaler Misshandlung ist das Herz manchmal wie ein Tier nach langem Winterschlaf. Ermuntern Sie es, indem Sie Ihren Brustraum mit dem Gefühl von Dankbarkeit füllen. Ihr Herz kann dieses Gefühl unmittelbar wahrnehmen, so, wie das Auge Licht empfangen kann! Wählen Sie ein Bild, das Sie besonders lieben: das Gesicht eines Kindes, eine friedliche Naturszene, eine herrliche Skiabfahrt, ein Bad in einer Meereslagune. Viele Menschen bemerken während dieser Übung, wie ein Lächeln aufkommt, das in der Brust entsteht und sich auf dem Gesicht ausdrückt. Das ist ein Zeichen von Kohärenz.
Mit Messgeräten, die den Pulsschlag auf einem Bildschirm sichtbar machen (Biofeedback), lässt sich der Lernprozess beschleunigen. Aber eigentlich sind Geräte nicht nötig, nur Geduld und Ruhe. Menschen mit Meditations- oder Yogaerfahrung kommen besonders schnell in diesen Zustand der Kohärenz.
Zum spannenden Weiterlesen sehr empfohlen: David Servan-Schreiber, “Die neue Medizin der Emotionen”.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.











