Schlagwort-Archiv: Kalkulation

Aha, „Kunde“ will Kalkulation, Zeitaufwand, Materialanteil und Gesamtfläche genau wissen

Autor: malerdeck am 18. Januar 2015

Dieser „Kunde“/Anfrager will es ganz genau wissen! Vielleicht, um die weiter eingeholten Angebote besser vergleichen zu können? Wir wissen es nicht.

Da wir grundsätzlich pauschale Festpreisangebote machen, spielen die erfagten Punkte keinerlei Rolle.

Wegen Angebotsvergleich

Fragen nach unserer Kalkulation

Es gibt keine angaben

Unsere knappe aber präzise Antwort

„Berücksichtigen Sie bei Ihrer Angebotskalkulation bitte, dass wir später eventuell noch mehr Arbeiten zu vergeben haben!“

Autor: malerdeck am 21. Oktober 2013
Eventuell habe ich noch mehr Arbeit für Sie

Eventuell habe ich noch mehr Arbeit für Sie

Nicht selten, gerade letzte Woche wieder, höre ich bei einem Interessenten/Kunden diesen oder einen ähnlichen Satz:

„Berücksichtigen Sie bei Ihrer Angebotskalkulation, dass wir später eventuell noch mehr Arbeiten haben!“

Persönlich übersetze ich das etwa so: „Wenn Sie mir einen billigen Preis machen, können Sie später vielleicht mit weiteren Aufträgen von mir rechnen.“

Es macht mir nichts aus und es ist auch legitim, wenn der Kunde auf solche Dinge hinweist. Aber bei einem solchen Ansinnen schießen mir sofort viele Beispiele durch den Kopf und ich frage mich, ob der Kunde andernorts auch diesen Hinweis gibt?

Zum Beispiel:

Beim Bäcker: „Berücksichtigen Sie bitte bei der Brötchen- und Brezelkalkulation, dass ich eventuell wieder bei Ihnen einkaufe.“

Im Restaurant: „Wenn Sie mir die Speisenkarte bringen, berücksichtigen Sie bitte, dass ich eventuell wieder bei Ihnen essen werde.“

Im Reisebüro: „Beim Preis für unsere Urlaubsreise berücksichtigen Sie bitte, dass wir die nächste Reise eventuell wieder bei Ihnen buchen.“

Bei der Deutschen Bahn: „Beim Preis der Fahrkarte berücksichtigen Sie bitte, dass ich eventuell wieder mit der DB fahre.“

Beim Discounter: „Berücksichtigen Sie bitte bei Ihrer Preiskalkulation, dass ich eventuell wieder bei Ihnen einkaufe.“

Im Taxi: „Beim Fahrpreis berücksichtigen Sie bitte, dass ich nächste Woche vielleicht wieder mit Ihnen fahre.“

Usw, usw. Genauso oft höre ich, dass solche Beispiele nicht vergleichbar seien. Ja wieso denn nicht?

Ein schönes Beispiel, dass Rabatte und Nachlässe nicht funktionieren. Mit „20% auf alles“ sicher in die Pleite

Autor: malerdeck am 11. Juli 2013

Mit einem Klick, geht es hier zum Artikel. 🙂

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Fassadenangebot abgegeben. Frage des „Kunden“: „Warum sind Sie mehr als doppelt so teuer als Ihr Wettbewerb?“

Autor: malerdeck am 13. April 2013
Fassadenanstrich Doppelhaushälfte

Fassadenanstrich Doppelhaushälfte

Vor ein paar Wochen, machte ich einem Interessent ein Angebot für die Fassadenanstricharbeiten an seiner Doppelhaushälfte. Der Kunde bat gestern um Rückruf, was ich, wegen meiner Reha, erst heute tun konnte.

 Der Kunde versicherte mir sehr glaubwürdig, dass er gerne bereit wäre, bei malerdeck mehr zu bezahlen. Seine Frage war aber: „Warum sind Sie bei den Arbeiten mehr als doppelt so teuer als Ihr Wettbewerb?“ Der Wettbewerber sei ebenfalls eine alteingesessene und bekannte Firma.

Meine Antwort war: „Diese Frage kann ich Ihnen leider nicht beantworten. Da müssten Sie den Wettbewerber fragen, wie er das so superbillig anbieten kann.“

Zur weiteren Argumentation, überrechnete ich mein Angebot mit dem Dumpingpreis des Wettbewerbers. In unserem Kalkulationsprogramm kann ich einen beliebigen Endpreis für das Gesamtangebots eingeben. Das Programm rechnet danach die Lohn- und Materialkosten prozentual herunter, um auf den angegebenen Preis zu kommen.

Das Ergebnis:

Die Kalkulationsübersicht des Auftrags

Die Kalkulationsübersicht des Auftrags

Um auf den angegebenen Preis des Wettbewerbers zu kommen, musste der Lohn um ca. 48% (!) und das Material um ca. 46% reduziert werden. Wie sich das auf den zu verrechnenden/kalkulierten Stundensatz auswirken würde, sehen Sie unten an einer Einzelposition.

Kalkulation einer Einzelposition

Kalkulation einer Einzelposition

Sie sehen, das ergibt einen Stundenlohn von gerademal € 23,00! Wer kann dafür arbeiten? Wir nicht. Außer, der Wettbewerber ist mehr als doppelt so schnell, als meine Mitarbeiter.

Was die Kalkulation angeht, kenne ich die erforderlichen Minuten je qm/Leistung sehr genau. Die Daten sind über Jahrzehnte erfasst und werden durch Nachkalkulation regelmäßig überprüft. Ebenso verhält es sich mit dem Materialverbrauch. Alle diese Faktoren sind in unserer EDV hinterlegt.

Es ist nicht möglich, das Material für weniger als die Hälfte einzukaufen. Genauso unmöglich ist es, vom Material weniger als die Hälfte zu verbrauchen. Die vorgenannten Fakten erklärte ich dem Kunden.

Die Frage: „Warum sind Sie bei den Arbeiten mehr als doppelt so teuer als Ihr Wettbewerb?“, kann, wie Sie leicht sehen können, von mir nicht beantwortet werden.

Meine Empfehlung an den Kunden war:

„Bitte beauftragen Sie schnellstmöglich diese Malerfirma und lassen sich den Preis noch einmal ausdrücklich schriftlich bestätigen, bevor es sich der Wettbewerber preismäßig anders überlegt!“

Handwerker und Kalkulation = wie Feuer und Wasser ;-)

Handwerker und Kalkulation = wie Feuer und Wasser 😉

Selbstverständlich verstehe ich, wenn der oder die Kunden das so nicht nachvollziehen können/wollen. Immer mit dem Argument, dass der andere Wettbewerber ja sicherlich auch rechnen und kalkulieren kann.

Leider rechnen und kalkulieren die wenigsten Wettbewerber. Wie bilden die dann ihren Preis, werden Sie sich fragen? Viele Handwerker schauen, was der Wettbewerb für welche Leistung nimmt und unterbieten das dann ein wenig. Unglaublich, aber wahr.

Sie glauben das nicht? Fragen Sie doch einmal beim Handwerker nach, ob er die Zeit- und Materialverbrauchswerte seiner einzelnen Leistungen kennt, Materialeinkaufspreise pflegt und seine Leistungen nachkalkuliert. Sie werden in viele erstaunte Gesichter schauen.

Woher ich das weiß? Weil ich das seit Jahrzehnten beobachte. Zudem bin ich seit mehr als 25 Jahren auch in der Unternehmensberatung tätig. In dieser Eigenschaft habe/hatte ich in zahllose Betriebe Einblick in deren Innenleben. Und viele meiner Beraterkollegen berichten mir ähnliches. Ja, es ist unglaublich, aber leider wahr.

Man lernt nie aus: Der Kunde hat für mich sein eigenes Angebot kalkuliert. Ein Universalgenie?

Autor: malerdeck am 3. Juni 2011

Eben hatte ich ein nettes Telefongespräch. Anfang der Woche, machte ich einem Kunden ein Angebot für die Anstricharbeiten in seinem Treppenhaus (Reihen-Einfamilienhaus). Nun rief er heute  Morgen an, es gäbe dazu noch Diskussionsbedarf, wie er es formulierte.

Kunde kalkuliert mein Angebot für sich selbst

Ich müsse ich mich verkalkuliert haben, meinte er. Er habe das jetzt selbst einmal nachgerechnet und nachkalkuliert. Auf meiner Homepage im Internet, stehen infomäßig unverbindliche ca.-Preise für verschiedene Arbeiten. So auch z.B. für den Anstrich eines Zimmers.

Er habe nun den bei dem Zimmer im Internet angegebenen Preis ins Verhältnis zu seinem Treppenhaus gesetzt. Dazu habe er die zu streichenden Flächen in seinem Treppenhaus ausgerechnet. Bei dieser „Kalkulation“ kam er auf die Hälfte, des von mir angebotenen Preises.

Um aber sicher zu gehen, hat der Gute auch noch selbst einmal den notwendigen Zeitaufwand für die Anstricharbeiten kalkuliert. Ja, kalkuliert, hat das er wörtlich gesagt. Auch bei dieser Rechnung käme er nur auf die Hälfte des Angebotsbetrags.

Fast war ich, ob dieser Rechen- und Kalkulationskünste, sprachlos. Und das will bei mir etwas heißen. „Ich kenne Ihren Beruf nicht, gehe aber davon aus, dass Sie kein Malermeister sind, kein Malerunternehmen führen und solche Kalkulationen deshalb auch nicht zu Ihren täglichen Aufgaben zählen.“, sagte ich zu ihm. Wenigstens dabei stimmte er mir zu.

Nun erklärte ich dem Kunden, dass der Aufwand für das Streichen eines Zimmers mit dem eines über drei Stockwerke gehenden Treppenhause überhaupt nicht vergleichbar ist.

Das beginnt schon mit dem speziellen Abkleben und Abdecken der Holztreppen, geht über die notwendigen Leiterstellungen im Treppenkopf, bis über die Beschneidarbeiten an den Holztreppenläufen usw. Nach dieser Erklärung, die ihm offensichtlich nicht besonders gefiel, wollte er sich das mit der Auftragserteilung noch einmal überlegen.

Schon irgendwie lustig, finde ich, wenn ein vollkommen berufsfremder Mensch einem plötzlich die “richtige” Kalkulation vorgibt. Sind das alles Universalgenies?  🙁

Ergänzung am 30.06.2011:

Die Geschichte ging noch weiter, staunen Sie selbst!

Heute neue Deckungsbeitragsrechnung erstellen, mit Dr. Ewald Döring

Autor: malerdeck am 23. März 2011

Heute ermitteln wir unseren neuen Deckungsbeitrag bei malerdeck. Gemeinsam mit meinem Partner, Dr. Ewald Döring, nehme ich mir dazu die Zeit. Dann bin ich, kalkulatorisch und planungsmäßig, wieder auf dem aktuellsten Stand.

Begrüßung meines Partners, Dr. Ewald Döring

Vor einigen Jahren schrieben wir dazu gemeinsam ein Buch mit Software:

“Optimal planen und richtig kalkulieren = mehr Gewinn”, erschienen im Holzmann Verlag.

Optimal planen und richtig kalkulieren = mehr Gewinn

Mit dem Buch und der Software ist Folgendes sehr einfach zu erreichen:

  • Die Gewinnsteuerung mit nur wenigen Kennzahlen und sehr geringem Zeitaufwand.
  • Herausfinden der betrieblichen Erfolgsverursacher mit dem Ziel, diese zu verstärken.
  • Kalkulationssicher mit Deckungsbeiträgen rechnen lernen.

Der Handwerksunternehmer lernt ein Steuerungsinstrument kennen, das ihm mit verblüffend wenig Aufwand seine betriebliche Rentabilität zu sichern und zu verbessern hilft.

Mit einem Klick zur Bestellung, beim Holzmann-Verlag. Optimal planen und richtig kalkulieren = mehr Gewinn”, sehr zu empfehlen :-) .