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Tipps für die verflixten kleinen Dinge. Arbeitsorganisation statt Kleinkram: 8 Tipps, mit denen Sie sich Ihr Leben erleichtern

Autor: malerdeck am 13. Januar 2014

Mikro-Management nennt man die Kunst, sich von den Details des Alltags nicht verrückt machen zu lassen. Hier 8 bewährte Tipps, mit denen Sie sich Zeit und Nerven in der Arbeitsorganisation sparen – und sich damit Momente der Ruhe und Gelassenheit gönnen können.

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Bessere Organisation

1. Unverlierbar

Wenn Sie oft nach einem Kugelschreiber (oder einer Schere) suchen, dann nageln Sie mindestens 1 Exemplar buchstäblich fest: Befestigen Sie einen Kugelschreiber mit einem Band an der Pinnwand oder halten Sie ein extra großes und auffälliges Schreibgerät an einem besonderen Wandständer bereit. Wenn Ihre Schere immer wieder verschwindet, machen Sie sie mit einem langen Band an der Schublade fest.

2. Klare Sicht

Für Handwerkszubehör gibt es im Baumarkt Kleinteile-Boxen mit durchsichtigem Deckel. Sie sehen auf einen Blick, was drin ist, ohne beschriften zu müssen. Verwenden Sie solche Boxen für das typische Bürozubehör (Heftklammern, Reißnägel, Nadeln, Ersatzminen usw.). Am praktischsten ist so eine Box ohne Deckel in einer Schublade

3. Anschlusstermin

Sie waren gerade beim Arzt und sollen in 4 Wochen wieder zur Kontrolle hin? Dann vereinbaren Sie den Termin sofort, bevor Sie die Arztpraxis verlassen. So sparen Sie sich nicht nur ein späteres Telefonat, sondern haben eine viel bessere Terminauswahl als bei einem späteren Anruf. Das Gleiche gilt für Termine bei Friseur, Gymnastik, Fußpflege etc. Sollte sich der langfristig vereinbarte Termin als ungünstig herausstellen, können Sie ein paar Tage vorher immer noch zum Telefon greifen und um eine Verschiebung bitten.

4. Weichenstellung

Das ging aber schnell

Weichenstellung

Wenn Sie einen Anruf erhalten, entscheiden Ihre ersten Worte darüber, ob das Gespräch kurz oder lang ausfallen wird. Wenn Sie wenig Zeit haben, stellen Sie sofort eine klare Frage: „Worum geht’s?“ – „Was kann ich für dich tun?“ Mit einer offenen Frage à la „Wie geht’s denn so?“ signalisieren Sie, dass Sie Muße für ein Schwätzchen haben. Funktioniert im beruflichen wie im privaten Bereich.

5. Mitdenken

Legen Sie Ihre Einkäufe im Supermarkt so auf das Band, dass die Seite mit dem Strichcode der Kassiererin zugewandt ist. Diese kleine Geste wissen gestresste Kassierer zu schätzen, und der Einkauf geht für alle Beteiligten schneller.

6. Online bestellen

Das geht nicht nur bei Fotos, Büchern, Bio-Kisten etc., die Ihnen in der Regel ins Haus geliefert werden, sondern auch bei vielen kulturellen Angeboten wie Konzert- oder Kinokarten. Manche öffentlichen Bibliotheken bieten inzwischen die Möglichkeit, Bücher online zu ordern. Sie werden per E-Mail benachrichtigt, wenn Ihre Lektüre abholbereit ist – besonders wertvoll für Berufstätige, denen es schwer fällt, sich nach den Öffnungszeiten zu richten.

7. Online einchecken

Bei Lufthansa, dba und anderen Fluggesellschaften können Sie per Internet nicht nur das Ticket bestellen, sondern (oft bereits am Vorabend) einchecken, sich so einen guten Platz sichern und die Bordkarte selbst ausdrucken. Alle Details stehen auf der Website der Fluggesellschaft unter Check-in.

8. Der letzte Drink

Bitten Sie im Restaurant um die Rechnung, wenn Sie Ihre letzte Bestellung aufgeben. Sie müssen nicht gleich aufstehen, wenn Sie bezahlt haben, sondern können in aller Ruhe sitzen bleiben und den Nachtisch oder das Getränk genießen. Möchten Sie aufbrechen, sind Sie nicht gezwungen, noch auf die Rechnung zu warten.

Autor: Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Krisenmanagement im Alltag: So bewältigen Sie unerwartete Situationen

Autor: malerdeck am 6. Mai 2013

Krisenmanagement im Alltag

Ein Tag wie jeder andere. Doch mit einem Schlag kann sich das ändern – ob Sie nun Ihr Portmonee vermissen, einen Virus auf Ihrem Rechner haben oder die weiße Wäsche rosa aus der Waschmaschine kommt. Beim Krisenmanagement lautet die Devise: keine Panik, sondern richtig handeln!

Schaden begrenzen

Geldbeutel verloren

Geldbeutel verloren

Sie haben Ihren Geldbeutel verloren. Zuerst: Sperren Sie Ihre ec-Karten direkt bei Ihrer Bank oder – rund um die Uhr – unter der Sperrnummer (01805) 02 10 21 (weitere Telefonnummern unter www.kartensicherheit.de). Halten Sie für die Sperrung Bankleitzahl und Kontonummer bereit und notieren Sie sich den genauen Zeitpunkt Ihres Anrufs.

Danach: Erstatten Sie bei Diebstahl Anzeige bei der Polizei. Notieren Sie sich den Zeitpunkt der Anzeige und den Namen des Beamten. Waren auch Personalausweis oder Reisepass im Geldbeutel, müssen Sie den Verlust bei der Polizei oder der Einwohnermeldebehörde anzeigen. Benachrichtigen Sie außerdem alle anderen Organisationen, deren Karten verlorengegangen sind (Krankenkasse, Bücherei, Fitness-Club usw.).

Vorsichtsmaßnahmen: Speichern Sie die Sperrnummer in Ihrem Handy, damit Sie sie auch unterwegs parat haben. Ist Ihr Geldbeutel immer prall gefüllt mit Karten, legen Sie eine Liste davon zu Ihren Unterlagen (am besten gleich mit deren Telefonnummern). So vergessen Sie im Notfall nichts.

Schaden gleich bekämpfen

Wäscher verfärbt

Wäsche verfärbt

Ihre weiße Wäsche kommt rosa aus der Waschmaschine. Zuerst: Lassen Sie die Wäsche nicht trocknen, sondern trennen Sie die ehemals weißen Stücke von der färbenden Wäsche. Waschen Sie die sofort nochmals in der Maschine, rät Wilhelm Scholz vom Unilever Verbraucherservice. Verwenden Sie dazu neben Ihrem Vollwaschmittel einen Entfärber, und wählen Sie die höchstmögliche Temperatur. Ob anschließend ein weiterer Waschgang folgen muss, steht in der Gebrauchsanleitung des Entfärbemittels.

Vorsichtsmaßnahme: Verwenden Sie statt 1 großen Schmutzwäschekorbs mehrere Behälter, in die Sie die schmutzige Wäsche bereits vorsortieren. Dadurch verringern Sie die Gefahr, dass ein buntes Stück hineinrutscht. Und halten Sie immer Entfärber vorrätig.

Andere schützen

Sie haben einen Virus auf Ihrem Computer. Zuerst: Wenn Ihr Rechner auf einmal sehr langsam arbeitet, häufig abstürzt oder andere Auffälligkeiten aufweist, ist er möglicherweise von einem Virus befallen. Kappen Sie sofort Netzwerk- und Internet-Verbindung, damit sich der Virus nicht weiter verbreitet.

Virus auf Computer

Virus auf Computer

Danach: Starten Sie Ihre Antiviren-Software. Wenn das Programm einen Virus findet, kann es ihn in der Regel auch killen. Wenn Sie keine solche Software haben, bitten Sie einen Freund, das kostenlose Avira Antivir PE 7 Classic unter www.free-av.de herunterzuladen und auf einem USB-Stick oder CD-ROM zu speichern. Installieren Sie die Software und lassen Sie alle Festplatten scannen.

Vorsichtsmaßnahme: Das erwähnte Avira Antivir installieren und vor allem dessen E-Mail-Schutz aktiviert lassen. Das Programm hält sich selbst automatisch up to date.

Hilfe von außen

Sie haben sich beim Bergsteigen verirrt. Zuerst: Bleiben Sie stehen und lauschen Sie. Möglicherweise hören Sie Menschen oder zumindest Zivilisationsgeräusche (z. B. fahrende Autos), die Sie in die richtige Richtung weisen.

Verirrt

Verirrt

Danach: Wenn Ihr Handy ein Netz findet, rufen Sie damit um Hilfe – die europaweite Notrufnummer dafür ist 112. Bleiben Sie danach an einem bestimmten Ort, damit Sie dem Suchtrupp nicht durch Umherlaufen „durch die Lappen“ gehen.

Vorsichtsmaßnahmen: Teilen Sie vor der Tour einem anderen mit, wohin Sie gehen. Vereinbaren Sie, dass dieser Sie suchen lässt, wenn Sie sich bis zum nächsten Morgen nicht zurückgemeldet haben. Mit Ihrer Ausrüstung sollten Sie notfalls auch eine Nacht überstehen können: warme, wetterfeste Kleidung, genügend zu trinken und zu essen. Besorgen Sie sich in einem Outdoor-Laden Schutzdecke und Bergsteigerpfeife (3-mal kurz, 3-mal lang, 3-mal kurz usw. = SOS). Das schont Ihre Stimme und Energie, rät Thomas Griesbeck von der Bayerischen Bergwacht.

Abschluss und Neuanfang

Sie verlieren Ihren Arbeitsplatz. Zuerst: Unterschreiben Sie nichts, sondern lassen Sie sich etwaige Unterlagen schriftlich mit nach Hause geben.

Neuanfang

Neuanfang

Danach: Studieren Sie alles in Ruhe, am besten zusammen mit einem Anwalt oder der gewerkschaftlichen Rechtsberatung. Achten Sie darauf, dass eine Abfindungsvereinbarung so formuliert ist, dass die Arbeitsagentur Ihnen nicht die Leistungen sperrt.

Sobald Sie gekündigt worden sind oder einen Aufhebungsvertrag unterschrieben haben, melden Sie sich bei Ihrer zuständigen Arbeitsagentur. Schämen Sie sich nicht, sondern lassen Sie möglichst viele Menschen wissen, dass Sie auf Arbeitssuche sind – das erhöht Ihre Chancen auf eine neue Stelle.

Autor: Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Alltagshilfen: Entmuffeln Sie den Morgen

Autor: malerdeck am 17. September 2012

Zeitmanagement: Entmuffeln Sie den Morgen – Teil 1

„Das Aufstehen fällt mir furchtbar schwer! Weiß jemand da Abhilfe? Ich lebe schon lange mit diesem Dauerproblem; ein extrem niedriger Blutdruck trägt wohl auch dazu bei. Ich möchte etwas ändern – aber wie?“ So schrieb Gundel in unserem Leserforum, und die zahlreichen Reaktionen machten klar, dass sie mit Ihrem Problem nicht allein war. Hilfreiche Tipps für ein gelungenes Zeitmangement am Morgen gab es auch.

Vor dem Aufstehen etwas Warmes

Ines stellt sich abends eine Thermosflasche mit warmem Tee oder heißer Brühe neben das Bett und trinkt morgens noch vor dem Aufstehen im Bett etwas. Andere rieten, früher schlafen zu gehen. Oder Jogging am frühen Morgen – was allerdings am Problem vorbeigeht, wenn man gar nicht erst aus dem Bett herauskommt.

Vorglühen

Einer hat den Tipp einer Hebamme verraten, mit der übermüdete Schwangere besser aus dem Bett kommen: 10-mal mit den Händen „pumpen“ (Arme heben, Finger ausstrecken, feste Fäuste machen und wieder energisch die Finger ausstrecken). Das bringt den Kreislauf in Schwung, wie das Vorglühen beim Dieselmotor.

Sylke hat sich angewöhnt, anfangs nur mit den Füßen im Bett zu wackeln, dann noch mal die Augen zu schließen und sich zu überlegen, was sie am heutigen Tag Schönes für sich machen könnte. Sie sagt sich dabei, wie gut es ist, dass sie den Tag erleben darf. Dann steht sie gemütlich auf und macht sich in Ruhe einen grünen Tee: „Mir hat’s geholfen. Ich bin zwar immer noch ein Morgenmuffel, aber meine Familie merkt das gar nicht mehr, weil ich schon eine halbe Stunde Zeit für mich hatte.“

Zeit nehmen

Das haben auch andere empfohlen: sich Zeit für sich nehmen, die Prozedur im Badezimmer genießen, bei schönem Wetter auf die Terrasse setzen, ohne Hetze frühstücken.

Bett überprüfen

Möglicherweise wird der Grund für Ihren schlechten Morgen schon während der Nacht gelegt. Viele Menschen schlafen schlecht, ohne sich daran zu erinnern. Stellen Sie probeweise Ihr Bett an eine andere Stelle im Raum. Prüfen Sie das Alter Ihrer Matratze: Nach 15 Jahren ist auch die beste Schlafunterlage durchgelegen. Steht ein netzbetriebener Wecker neben Ihrem Kopf?

Zeitmanagement: Entmuffeln Sie den Morgen – Teil 2

Die Bahn freimachen

Einen wichtigen Hinweis gibt der amerikanische Arzt und Psychotherapeut Reid Wilson: Die depressive Stimmung am Morgen kann auch zurückzuführen sein auf unbewusste Abneigungen gegen einzelne Details Ihrer Morgenroutine. Dazu eine negative Erwartungshaltung gegenüber dem, was der Tag so alles bringen könnte. Da liegt Sylke mit ihrem morgendlichen Mentaltraining also richtig.

Um die Morgenroutine genüsslich und angenehm zu gestalten, empfiehlt Wilsoneine schonungslose Analyse: Was nervt Sie am Morgen? Vor allem: Wer? Brauchen Sie mehr Ruhe?

Entmuffeln Sie den Morgen

Der richtige Wecker

Hassen Sie das Geräusch Ihres Weckers? Dann besorgen Sie sich einen neuen, und testen Sie vorher dessen Weckton.

Bad entrümpeln

Ein aufgeräumtes, schön beleuchtetes, sauberes und angenehm duftendes Badezimmer – das ist eine wichtige Station auf dem Weg zu einem guten Start in den Tag. Ihr Bad sollte mindestens 1 Sache enthalten, auf die Sie sich freuen: ein Radio mit Ihrem Lieblingssender, einen Blumenstrauß, auf der Heizung vorgewärmte Handtücher usw.

Organisieren Sie Ihre verschiedenen Körperpflege-„Rituale“ in separaten Körbchen oder Mini-Containern: je 1 für Maniküre (Nagelschere, Nagellack, Lackentferner usw.), Haare färben, Rasieren usw.

Stellen Sie im Bad eine Uhr mit Datumsanzeige auf (funkgesteuerte gibt es ab 30 Euro). Das hilft gegen das morgenmuffelige Vertrödeln von Zeit – das nicht zu verwechseln ist mit dem geplanten Sich-Zeit-lassen. Wenn Sie sich angewöhnen, beim Zähneputzen das Datum des Tages zu „lernen“, verankern Sie sich mental besser in der Gegenwart.

Kleidung vorbereiten

Optimieren Sie Ihre „Startrampe“, und bereiten Sie Ihre Kleidung, Ihren Frühstückstisch und Ihre Arbeitsutensilien am Vorabend vor. Das ist auch ein guter Trick bei Kindern wie der 3-jährigen Sophia, die jeden Morgen mit Mama um die Garderobe stritt. Sophia legt sich jetzt am Abend ihr „Kleidermädchen“ und breitet alle ihre Sachen fein säuberlich auf dem Boden aus.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.