Schlagwort-Archiv: Stressbewältigung

Stressmanagement: Tschüss schlechte Laune

Autor: malerdeck am 20. Juni 2013

Sie wachen früh auf und fühlen sich prima. Aber schon am späteren Vormittag ist Ihre Laune in den Keller gerutscht, obwohl in der Zwischenzeit gar nichts Schlimmes passiert ist. Was ist los? Die Erfahrung der US-Künstlerin und Autorin Nancy Burson: Vermutlich hat jemand negative Energie bei Ihnen abgeladen und Sie müssen sich selbst um die Stressbewältigung kümmern.

Das Negative orten

Schlechte Laune?

Schlechte Laune?

Miese Laune verdirbt nicht nur einem Menschen die Stimmung, sondern auch vielen in seiner Umgebung und kann Stress auslösen. Um Ihre positiven Gefühle wiederzuerlangen und um erfolgreich Stressbewältigung zu betreiben, müssen Sie herausfinden, wo die negativen ihren Ursprung hatten.

Meist ist es ein konkretes und punktuelles Ereignis, das aber schon ein paar Stunden her sein kann: Haben Sie mit jemandem gesprochen, der deprimiert war? Hat jemand in Ihrer Umgebung Eile und Hektik verbreitet? Haben Sie mit jemandem telefoniert, der notorisch schlecht gelaunt ist?

simplify-Tipp: Packen Sie in Ihrer Vorstellung einen „Sorgenkoffer“, in den Sie alles Negative hineinlegen, was von anderen an Sie herangetragen wurde. Klappen Sie ihn zu. Sagen Sie sich „Das ist nicht meiner“ und schieben Sie ihn weg. Vorsicht: Machen Sie das nur bei richtigen „Miesmachern“ – und nicht, wenn Ihre konstruktive Hilfe gefragt ist.

Betrachten statt beurteilen

Nur nicht ärgern

Nur nicht ärgern

Auch Meinungsverschiedenheiten können negative Energie auf den Plan rufen. Sehen Sie einen Meinungsstreit zunächst ganz neutral als Nebeneinanderstellung verschiedener Perspektiven.

Unterstellen Sie Ihrem Gegenüber keine Motive („Das sagst du doch nur, weil …“) und verallgemeinern Sie nicht („Das war ja klar, dass du das jetzt sagst …“). Versuchen Sie nachzuvollziehen, was der oder die andere sagt. Deshalb brauchen Sie noch lange nicht darin übereinzustimmen. Sich einzugestehen, dass man manche Dinge bei sich belassen darf und soll, kann ein wichtiger Schritt für die Stressbewältigung sein.

simplify-Tipp: Wenn eine sachliche Diskussion nicht möglich scheint, werden Sie nicht wütend oder laut. Sagen Sie stattdessen „Das ist dein/Ihr Standpunkt“ und wenden Sie sich wieder anderen Dingen zu.

Nehmen Sie’s nicht persönlich

Ganz gleich, ob Sie im Wartezimmer einer Ärztin sitzen, im Supermarkt in der Schlange stehen oder in der Telefon-Warteschleife einer Behörde „verhungern“, ob Sie von einem Gauner um eine große Summe betrogen wurden oder Ihr Partner Sie entsetzlich schlecht behandelt hat: Machen Sie sich klar, dass Sie nicht der einzige Mensch sind, der von einem solchen Missstand betroffen ist.

simplify-Tipp: Unterstellen Sie den scheinbar Schuldigen keine üblen Motive und wenn das noch so offensichtlich wäre. Sobald Sie einen anderen verurteilen, verbauen Sie seine und Ihre eigene Zukunft. Nur wenn es Ihnen gelingt, zum guten Kern des anderen vorzudringen (und sei der auch noch so klein), gewinnen Sie Zugang zu Ihrem eigenen Leben. Das gilt auch und gerade für schlimme Situationen. Es gibt immer einen Ausweg. Immer!

Energie kanalisieren

Tschüss schlechte Laune

Tschüss schlechte Laune

Ärgern Sie sich bewusst, wenn Grund dazu ist – und nutzen Sie ihr Adrenalin positiv. So wie die Spieler der deutschen Nationalmannschaft 1990 im Spiel Deutschland gegen Holland. Als der holländische Spieler Frank Rijkard auf Rudi Völler spuckte, setzten die deutschen Spieler ihren Ärger direkt in Energie um: Sie spielten in der 2. Halbzeit dynamischer, zeigten mehr Einsatz – und gewannen. So sieht konstruktive Stressbewältigung aus.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Stressmanagement-/Bewältigung im Krankenhaus: Bleiben Sie als Patient souverän! So behalten Sie alles im Griff

Autor: malerdeck am 5. Juni 2013
Soverän im Krankenhaus

Soverän im Krankenhaus

Wer geht schon gerne ins Krankenhaus? Unfälle, schwere Erkrankungen und die Notwendigkeit umfassender Untersuchungen zwingen jedes Jahr Millionen von Menschen in Deutschland dazu (pro Jahr rund 17 Millionen).

Auch wenn Sie gesund sind, sollten Sie sich daher mit diesem Thema befassen. Die Ärztin Dr. Johanna Anneser und der Krankenpfleger Fabian Heupel haben uns Tipps gegeben, wie Stressbewältigung im Krankheitsfall aussehen kann.

Wichtige Infos für den Arzt

Im Notfall haben Sie Ihre Krankengeschichte vermutlich nicht vollständig im Kopf.

simplify-Tipp: Erstellen Sie daher noch diese Woche (am PC) eine Liste, mit der Sie den Krankenhausärzten schnell alles Wichtige mitteilen können: die Daten schwerer Erkrankungen, längerfristig eingenommene Medikamente, Allergien und schwere Krankheiten bei Eltern und Geschwistern. Legen Sie die ausgedruckte Liste an einen Platz, den auch Ihr Partner kennt, etwa in Ihren Krankenkassen-Ordner. Dort sammeln Sie auch alle anderen fürs Krankenhaus relevanten Unterlagen, denn eine gute Vorbereitung ist für die Stressbewältigung das Beste.

Der Alltag geht weiter

Ein (längerer) Krankenhausaufenthalt steht an? Informieren Sie Arbeitgeber (bei Arbeitslosigkeit die Agentur für Arbeit), Familie, Hausarzt und Nachbarn.

simplify-Tipp: Bereiten Sie Ihre Abwesenheit mithilfe Ihrer Urlaubs-Checkliste vor – viele Vorbereitungsmaßnahmen sind identisch. Checken Sie außerdem Ihren Zeitplaner auf wichtige Erledigungen und abzusagende Termine hin, damit Versäumnisse Sie nicht nach dem Krankenhausaufenthalt einholen und die bisherige Stressbewältigung zunichte machen.

Thomas, mein Zimmernachbar im Krankenhaus

Als Patient im Krankenhaus

Alles dabei?

Für Ihren persönlichen Bedarf packen Sie ein: Kleidung, (Nacht-)Wäsche, Toilettenbeutel samt Inhalt, Handtücher, bequeme Schuhe und Hausschuhe, die Medikamente, die Sie gerade einnehmen, (falls benötigt) Gehhilfen und etwas zu Ihrer Unterhaltung. Denken Sie außerdem an Papier plus Stift für Notizen vor oder beim Arztgespräch und an Ihr persönliches Adressbuch (Telefonnummern der Krankenkasse und Ihrer Nachbarn).

Schmuck, größere Mengen von Bargeld und sonstige Wertsachen lassen Sie wegen Diebstahlgefahr zu Hause. Für manche Untersuchungen, etwa in der Endoskopie, müssen Sie übrigens sogar den Ehering ablegen!

simplify-Tipp: Ohropax trägt zu ungestörten Nächten bei.

Ärztlicherseits werden der Name des Hausarztes, gegebenenfalls ein Einweisungsschein vom einweisenden Arzt, Vorbefunde, Röntgenbilder, Arztberichte, Impfpass, Allergiepass, Blutverdünnungsausweis und Blutgruppenkarte sowie Medikamentenliste benötigt. Komplette Infos helfen den Ärzten, die richtige Behandlung zu finden, und ersparen Ihnen unnötige Doppeluntersuchungen. Haben Sie eine Patientenverfügung? Dann nehmen Sie auch die für den Notfall mit.

simplify-Tipp: Machen Sie sich eine Liste der Unterlagen, die Sie dem Krankenhaus aushändigen, und kontrollieren Sie hinterher, ob Sie alles wiederbekommen haben.

Gut informiert

Viele Patienten fühlen sich im Krankenhaus abhängig und ausgeliefert. Dagegen hilft: Lassen Sie sich von den Ärzte/Ärztinnen und Pflegern/Krankenschwestern umfassend informieren. Dazu ist unter anderem die tägliche Visite da. Notieren Sie sich tagsüber Ihre Fragen dafür. Fragen Sie, welcher Arzt primär für Sie zuständig ist. Vereinbaren Sie mit ihm einen extra Termin, wenn Sie eine ausführliche Unterredung unter 4 Augen wünschen. Denn Angst und Ungewissheit kann die Heilung enorm bremsen.

simplify-Tipp: Nie still leiden, immer fragen! Schwestern und Krankenpfleger wissen oft gut darüber Bescheid, wie Untersuchungen ablaufen und was als Nächstes mit Ihnen passieren wird. Lassen Sie sich informieren! Wichtig: Stören Sie die Schwestern möglichst nicht während der Übergabezeiten vom Früh- zum Spätdienst und umgekehrt.

Sich den Rücken stärken lassen

Steht ein schwieriges oder emotional belastendes Arztgespräch an, so bitten Sie um einen Gesprächstermin, an dem Ihr Partner/Ihre Partnerin oder eine andere vertraute Person dabei sein kann. Auch ein Klinikseelsorger kann Sie begleiten.

simplify-Tipp: Es ist gut, wenn der Arzt Ihrem Partner oder Freund auch in Ihrer Abwesenheit Auskünfte erteilen kann. Speziell wenn Sie nicht verheiratet sind, müssen Sie das dem Arzt ausdrücklich sagen oder durch eine schriftliche Vollmacht genehmigen.

Krankheit als gewonnene Zeit

Grübeln Sie nicht darüber, was Sie daheim versäumen. Nehmen Sie Ihren Krankenhausaufenthalt zum Anlass, über Ihr Leben nachzudenken: Was ist mir wichtig für meine Zukunft? Wie gestalte ich mein Leben um, wenn ich mit einer chronischen Krankheit oder gar Behinderung leben muss?

Tsüss Krankenhaus

Tsüss Krankenhaus

Aussicht aufs Heimkommen

Überschätzen Sie Ihre Kräfte nicht, sondern bitten Sie schon vor Ihrer Entlassung Verwandte und Freunde darum, Sie hinterher zu entlasten und Sie bei der Stressbewältigung zu unterstützen.

simplify-Tipp: Vereinbaren Sie konkret, an welchem Tag Sie welche Hilfe erhalten – neben Haushaltstätigkeiten etwa eine Begleitung beim Arztgang oder Kinderbetreuung. Fehlt Ihnen ein ausreichendes Helfernetz, kontaktieren Sie den Sozialdienst des Krankenhauses oder rufen Sie Ihre Krankenkasse an.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Stressbewältigung für Ihre nächste Zugreise

Autor: malerdeck am 20. Februar 2013
Deutsche Bahn

Deutsche Bahn

Züge fahren auf Gleisen und zu festgelegten Zeiten. Trotzdem gibt es reichlich Möglichkeiten, Zugreisen an Ihren individuellen Bedürfnissen auszurichten und zur Stressbewältigung zu nutzen. Hier ein paar Tipps routinierter Bahnfahrer.

Suchen und buchen

Beides können Sie am PC via Internet erledigen. Wenn Sie allerdings kein Bahn-Profi sind und besondere Wünsche haben (Tisch mit Steckdose, Kinderabteil), empfehlen wir den Gang zum Reisezentrum im Bahnhof. Wenn Ihr Heimatbahnhof keinen Schalter mehr hat, gibt es in Ihrer Nähe vielleicht ein Reisebüro, das als DB-Agentur fungiert.

simplify-Tipp: Nutzen Sie Wartezeiten auf einem Bahnhof während einer Reise, um dort am Schalter Ihre nächste Fahrt zu organisieren. So tragen Sie doppelt zur Stressbewältigung bei. Falls Sie nach Ihrer Ankunft in einer Großstadt mit dem Nahverkehr weiterfahren wollen, ist das City-Ticket interessant, das den Nahverkehr am Zielort kostenlos mit einschließt. Damit ersparen Sie sich das oft mühsame Studium des dortigen Tarifsystems.

Bahnhof

Bahnhof

Für Ruhe suchende Reisende

Fahren Sie möglichst antizyklisch, also nicht zu Berufsverkehrzeiten (vor 9 Uhr und 16 bis 19 Uhr) und nicht an Freitagen und Sonntagnachmittagen. So ermöglichen Sie sich statt stressigem Gedrängel eine entspannte Stressbewältigung.

Reservieren Sie bei Fernverkehrszügen einen Sitzplatz. Dabei geben Sie am Schalter genau an, was Sie wollen, beispielsweise eine Steckdose für Ihren Laptop, Nichtraucher, Großraumwagen, Fensterplatz, Tisch, Ruhezone … Je eher Sie reservieren, desto mehr Chancen haben Sie auf Ihren Wunschplatz. Aber auch bei einer kurzfristig geplanten Reise sollten Sie versuchen zu reservieren, etwa durch Expressreservierung am Bahnschalter bis 10 Minuten vor Abfahrt des Zuges.

Ihnen gegenüber quengelt ein Kind? Oft haben Sie Ausweichmöglichkeiten: anderer Platz, Speisewagen, oder Sie zahlen beim Schaffner den Aufpreis zum 1.-Klasse-Ticket.

Reisende 1. Klasse und Bahn-comfort- Kunden können in 12 deutschen Großstadtbahnhöfen der Hektik entgehen, indem sie die Wartezeit in der DBLounge verbringen. Dort gibt es Zeitungen, TV, Laptop-Arbeitsplätze und eine Auswahl kostenloser alkoholfreier Getränke.

Für Genuss-Reisende

Die Fahrplanauskunft gibt bevorzugt die schnelleren, landschaftlich aber oft nicht so reizvollen Neubaustrecken aus. Für eine andere Route klicken Sie bei der Online-Fahrplanauskunft auf „Über“ und geben einen Bahnhof an, der auf Ihrer Wunschstrecke liegt. Um z. B. die schöne Rheinstrecke zu genießen, fahren Sie von München nach Köln über Koblenz oder von Dortmund nach Frankfurt/M. über Bonn Hbf. Weitere schöne Strecken für Reisende mit Zeit: die Odenwaldbahn (Stuttgart – Heilbronn – Eberbach – Hanau) oder die Eifelstrecke (Köln – Trier). Sie werden erstaunt sein, wie schnell die Stressbewältigung bei einem faszinierenden Ausblick einsetzt und vielleicht sogar Urlaubs-Gefühle aufkommen.

Zugfahrt

Zugfahrt

Bei Zügen der Bauart ICE 3 können Sie am Bahnschalter Plätze direkt hinter dem Lokführer buchen. Solche ICE 3- Züge sind vor allem auf der Neubaustrecke Köln – Frankfurt/M. – München/ Basel bzw. Dortmund im Einsatz. Auch bei vielen Nahverkehrszügen können Sie dem Lokführer durch die Glasscheibe über die Schulter sehen.

simplify-Tipp: Wer nicht nur aus dem Fenster sehen mag, kann die Strecke auf einer Generalkarte mitverfolgen oder im Eisenbahn-Kultroman schmökern: Sten Nadolny, „Netzkarte“.

Für Bequem-Reisende

Scheuen Sie das Um- und Aussteigen, etwa weil Sie alleine mit kleinen Kindern und Kinderwagen unterwegs oder gehbehindert sind? Ein Reisepaket für Umstiegshilfe und Gepäckträger lässt sich für verschiedene Bahnhöfe am Schalter oder telefonisch buchen und ist ein Segen. Prüfen Sie auch, ob Sie sich das Umsteigen ganz ersparen können. Dazu klicken Sie bei der Online-Fahrplanauskunft neben „Verkehrsmittel“ auch auf „Erweitert“ und wählen „Direktverbindungen“.

Für Entspannung auf längeren Urlaubsreisen sorgt der Nachtzug. Einschlafen in Hamburg, aufwachen in München – das ist für Kinder Abenteuer pur. Wenn Sie mit Ihrer Familie nachts reisen, raten wir Ihnen, ein ganzes Liege- oder Schlafwagenabteil zu buchen. Falls Sie Ihrem Rücken und Ihren Armen Entspannung gönnen wollen, schicken Sie Ihre Koffer als Kuriergepäck voraus. Der Hermes-Transport, den Sie am DB-Schalter oder telefonisch buchen, geht von Haustür zu Haustür.

Im Zugabteil

Im Zugabteil

Für eilige Reisende

Die Fahrplanauskunft der Bahn informiert bereits standardmäßig über die schnellsten Verbindungen. Sie haben eine Umsteigezeit von knapp über 1/2 beziehungsweise knapp über 1 Stunde? Dann gibt es an Ihrem Umsteigeort vielleicht einen vorhergehenden Zug, den Sie mit etwas Glück knapp erwischen könnten. Um diese Möglichkeit zu überprüfen, geben Sie in der Online-Fahrplanauskunft Ihren Umsteige-Bahnhof als Abfahrtsort an und als Uhrzeit Ihre exakte Ankunftszeit dort.

Kleine Pannenhilfe

Müssen Sie aufgrund einer Verspätung um Ihren Anschluss fürchten, so nehmen Sie so bald wie möglich mit dem Zugbegleiter Kontakt auf. Besonders wenn der anvisierte Anschluss Ihre letzte Fahrmöglichkeit für diesen Tag ist, kann der Schaffner dafür sorgen, dass der Zug auf Sie wartet.

simplify-Tipp: Recherchieren Sie vor der Fahrt einen Notfallplan für den Fall, dass ein Anschluss nicht klappt.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

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