Eine ebenso dümmliche wie unhöfliche Angebotsabsage

Erstellt am 14. November 2013 von

Die Vorgeschichte: Am vergangenen Freitag rief eine Dame an, die ein Angebot für ihre Wohnzimmerrenovierung wollte. Da ich zum Anrufzeitpunkt nicht im Büro war, versuchte ich die Dame am Freitagmittag zwei/drei Mal telefonisch zu erreichen, was nicht gelang. Auf ihrem AB hinterließ ich jeweils eine Nachricht.

Am Montagmorgen dieser Woche erneuter Versuch, nicht erreicht und erneut Nachricht auf AB hinterlassen. Nächster Versuch am Montagnachmittag, dabei die Dame erreicht. Besichtigungstermin für Dienstag dieser Woche vereinbart.

Weil ich beim Vortermin länger als geplant aufgehalten wurde, konnte ich nicht punktgenau zur vereinbarten Uhrzeit beim Termin sein. Deshalb rief ich die Dame rechtzeitig an, um meine etwa 5-minütige Verspätung zu avisieren.

Beim Termin wurde die Dame nicht mehr fertig, mich über den grünen Tee zu loben. Fünf Firmen hätte sie angerufen, keiner hätte sich gemeldet oder wäre gekommen. Dass ich sogar mehrfach versuchte, sie telefonisch zu erreichen, Nachrichten auf dem AB hinterließ und wegen fünf Minuten Verspätung anrief, fand die Dame sensationell.

Nach Aufnahme der gewünschten Renovierungsarbeiten, wollte die Dame einen „ungefähren“ Preis wissen. Ungefähre Schätzpreise nenne ich nicht, sondern mache grundsätzlich ein präzises Festpreisangebot. Der Dame sagte ich dies für den selben Tag noch per Email zu, was ich auch einhielt.

Am Mittwochnacht erhielt ich dann von der Dame diese Email.

Dümmlich und unhöflich, finde ich

Dümmlich und unhöflich, finde ich

Keine Anrede, keine Grußformel, einfach unmöglich finde ich. Was die Dame mit „versteckten Kosten“ meint, kann ich allenfalls erahnen.

Schließlich heißt es in meinem Angebot:

Mein besonderer Sicherheits-Service für Sie:

Die malerdeck-Festpreis-Garantie!

Alle Leistungen (außer evtl. Nachweisarbeiten) habe ich Ihnen zum pauschalen Festpreis angeboten. So können Sie bei malerdeck sicher sein, dass Sie für die angebotenen Leistungen hinterher auch wirklich keinen Cent mehr bezahlen müssen, als vorher angeboten. Sicherheit für Sie, ohne wenn und aber.

Vielleicht meint die Dame zwei Hinweise im Angebot? Einmal weise ich bei den erforderlichen Spachtelarbeiten auf eventuelle Unwägbarkeiten hin:

Ob die angebotenen Vorarbeiten (Normalzustand) ausreichen, lässt sich erst nach dem Entfernen der Tapeten endgültig beurteilen.

Ich nehme Ihr Angebot nicht an

Ich nehme Ihr Angebot nicht an

Schließlich bin ich kein Hellseher.

Genauso verhält es sich bei den auszusuchenden Tapeten. Falls eine Vliestapete ausgesucht wird, muss der Untergrund speziell grundiert werden. Diese Position ist alternativ angeboten.

Wie auch immer, letztlich habe ich das Gefühl, dass es sich bei den fünf angerufenen „Firmen“ vielleicht um Schwarzarbeiter gehandelt hat und die Dame einfach billig wegkommen will?

Als Unternehmer erlebt man immer wieder total neue Situationen, obwohl schon Jahrzehnte im Geschäft.


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Kommentare

  1. Radovin Zips sagt:

    …uns ich dachte, in den letzten 12 Jahren, in denen ich keine Geschäfte mehr mache, hätte sich was geändert…