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Sparen à la simplify: So teilen Sie Ihre Finanzen richtig ein

Autor: malerdeck am 1. April 2014

Sparen müssen heutzutage nicht nur Regierungen, sondern auch viele Privathaushalte. Aber bitte lernen Sie an diesem Punkt nicht vom Staat: Dort wird häufig falsch gespart, es wird zu kurzfristig und hastig gedacht. Das führt zu einem Erlahmen der Lebensfreude und damit der Konjunktur. Mit diesen Finanztipps vermeiden Sie Ihre private Wirtschaftskrise:

Spartipps

Spartipps

Sparen Sie zukunftsorientiert

Viele Menschen empfinden Sparen als Entbehrung und etwas Negatives. Denken Sie um: Sehen Sie Sparen als ein Ansammeln von Geld für etwas Schönes, das Sie sich leisten möchten.Tun Sie das auch dann, wenn der Anlass Ihres Sparens ein gesunkenes Einkommen ist. Stellen Sie sich nicht vor, wie viel Euro Sie durch das Sparen nicht mehr haben, sondern wofür Sie sparen. Schalten Sie um von Vergangenheit auf Zukunft. Führen Sie sich Ihr positives Sparziel optisch vor Augen, indem Sie ein Foto Ihres Traumhauses im Geldbeutel mit sich tragen oder ein Bild Ihres Urlaubsortes aufhängen. Beginnen Sie am besten direkt mit der Realisierung Ihres Lieblings-Tagtraumes.

Sparen Sie in Euro

… und nicht in Prozent. Wenn ein Salatkopf von 99 auf 39 Cent heruntergesetzt wird, ist das ein enormer Prozentsatz, es sind aber nur 60 Cent. Dafür lohnt sich nicht einmal ein kleiner Umweg mit dem Auto (2 km = 80 Cent). Denken Sie um: Seien Sie großzügig im Kleinen und kleinlich im Großen. Die billigeren, aber auch weniger gut schmeckenden Kekse ersparen Ihnen nur wenig, kosten aber Spaß. Mit einer Baufinanzierung, deren Zinssatz um nur wenige Stellen hinter dem Komma günstiger ist, können Sie dagegen tausende von Euro im Jahr sparen. In absoluten Zahlen zu rechnen ist also einer der wichtigsten Finanztipps.

Sparen Sie sichtbar

Sparen

Rücklagen bilden

Rücklagen fürs Alter sind gut. Wenn es aber ausschließlich in Form von Wertpapieren geschieht, gehen Sie für den (gar nicht so unwahrscheinlichen) Fall einer globalen Währungskrise ein hohes Risiko ein. Denken Sie um: Investieren Sie in Sachwerte, die Freude machen. Ins eigene Heim, Kunstgegenstände, Gold, Antiquitäten (die zurzeit stark unterbewertet sind). Zählen Sie auch kulturelle Erlebnisse, Reisen und Bildung als Investition in Ihre Zukunft. Worauf werden Sie im Alter stolz und froh zurückblicken? Das sind selten Geldsummen, sondern wertvolle Augenblicke und Momente, in denen Ihnen Geld überhaupt nichts bedeutet hat!

Sparen Sie Zeit

Wer nicht warten kann oder immer mit knappem Terminplan lebt, hat viele unnötige Ausgaben. Denken Sie um: Lassen Sie lieber einmal eine Mahlzeit ausfallen (das ist durchaus gesund) und essen Sie dann gut, als dass Sie sich mit Fastfood voll stopfen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erleben Sie oft mehr vom Flair einer Stadt als im teuren Taxi. Gut vorausgeplante Flugreisen sind (vor allem im Inland) billiger als das Buchen wenige Tage vor Abflug. Kaufen Sie Obst und Gemüse saisonal ein, dann ist es am leckersten und günstigsten. Bei Bekleidung ist es umgekehrt: Ist der Winter vorbei, werden die warmen Sachen herabgesetzt.

Sparen Sie keine Steuern

Jedes Steuersparmodell (von denen es sowieso nur noch wenige gibt) beruht darauf, dass Sie jemand anderem zunächst etwas zahlen: einem Bauträger oder einer Containerspedition. Oder sich sogar verschulden. Denken Sie um: Sagen Sie nicht „Das Finanzamt zieht mir soundsoviel ab“, sondern sehen Sie Ihre Steuern als Ihren Beitrag für das Gemeinwesen, von dem auch Sie jeden Tag profitieren. Lernen Sie von den Skandinaviern (bei denen die Spitzensteuersätze viel höher liegen als bei uns), die sich als Teil des Staates fühlen und selten von „denen da oben“ reden würden.

Wut enthält viel Energie

Sparen Sie sich Ärger

Sparen Sie sich Ärger

Manche Menschen sehen die Zeit des Sparens als Durststrecke und sehen erst das Ziel am Ende als Erleichterung. Denken Sie um: Genießen Sie bereits den Weg zum Ziel. Freuen Sie sich darüber, dass Sie als Sparer Herr über das Geld sind und nicht das Geld über Sie.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

Ratgeber Geld: Wie Sie sich vor bösen finanziellen Überraschungen schützen

Autor: malerdeck am 27. Juni 2012

„Wo geht das Geld nur immer hin!“, klagen viele Menschen beim Betrachten ihrer Kontoauszüge. Klagen Sie nicht, sondern fragen Sie sich tatsächlich: „Wo geht mein Geld hin?“ Hier der simplify-Ratgeber Geld:


Ihr Geldabend

Reservieren Sie – zusammen mit Ihrem Partner, Ihrer Partnerin – einen Abend pro Monat für Geldangelegenheiten – etwa den 1. bzw. den letzten Tag des Monats oder den Samstag der Woche, in der Ihr Gehalt eingegangen ist. Verschaffen Sie sich mit einer Durchsicht Ihrer Kontoauszüge einen Überblick über Ihre Finanzen – und entdecken Sie dabei auch mögliche Fehler. Wichtig: Um unberechtigte Lastschriften (etwa durch den bereits gewechselten Telefonanbieter) zurückbuchen zu lassen, müssen Sie der Bank Ihren Widerspruch binnen 6 Wochen mitteilen.

simplify-Tipp für alle, die sich nur ungern mit Geld befassen: Machen Sie nicht nur den Kontocheck zur Routine. Finden Sie auch ein Ritual für einen angenehmen Ausklang des Abends, z. B. bei einem Glas Wein und gemeinsamem Blättern in Ihren Fotoalben.

Vorhersehen statt „nachsparen“

Schuldnerberater kennen das beschönigende Wort „nachsparen“ (= ungeplante Schulden abbauen). Sparen Sie sich die Zinsen für solche ungeplanten Schulden! Legen Sie am PC eine Excel- Tabelle an, in der Sie für jeden Monat alle monatlich, vierteljährlich … oder jährlich automatisch abgebuchten Beträge verzeichnen: von der Miete über Versicherungen bis zu Mitgliedsbeiträgen. Verwenden Sie zunächst die Vorjahresbeträge (alte Kontoauszüge!). Zukünftig müssen Sie nur noch Änderungen eintragen. Addieren Sie die Beträge für jeden Monat. So sehen Sie auf einen Blick, wie viel Geld in den einzelnen Monaten weggeht, ohne dass Sie Einfluss darauf haben, und wo die „Spitzenmonate“ liegen.

simplify-Tipp: Registrieren Sie beim Durchblättern der 2008er Kontoauszüge auch, in welchen Monaten andere hohe Belastungen auftraten: beispielsweise durch die Buchung der Urlaubsreise, durch Barabhebungen für den Urlaub selbst oder durch Feste wie Weihnachten oder einen groß gefeierten runden Geburtstag. Werden Sie dieses Jahr vergleichbare Kosten haben? Unser Ratgeber Geld sagt: Sparen Sie rechtzeitig darauf!

Entdecken Sie betrügerische Abbuchungen

Immer mehr Schindluder wird heute mit geklauten Kontodaten getrieben: So bestellen beispielsweise Betrüger im Internet Waren und lassen das Geld von fremden Bankkonten abbuchen.

simplify-Tipp: Wenn Sie im Internet shoppen, erhalten Sie in der Regel eine Bestellbestätigung per Mail. Sammeln Sie diese Mails in einem separaten Mailordner („Internetbestellungen“), und überprüfen Sie damit die Rechtmäßigkeit der Abbuchungen. Übrigens: Betrüger holen sich oft unauffällige Summen. Unser Ratgeber Geld sagt: Achten Sie auch auf Kleinbeträge.

Achten Sie auf Ihr Geld

Kontrollieren Sie Ihre Zahlungen per Karte

Je häufiger Sie mit Ihrer EC-Karte/Girocard zahlen und je geringer die Beträge sind, desto schneller verlieren Sie den Überblick.

simplify-Tipp: Sammeln Sie die Belege für Zahlungen per Karte getrennt von Ihren übrigen Rechnungen, und kontrollieren Sie monatlich, ob diese korrekt abgebucht sind. Vorsicht, wenn Sie im Geschäft mit Ihrer Bankkarte gezahlt haben und das System zunächst (scheinbar) nicht richtig funktioniert hat: Lassen Sie sich auch den Beleg für den Abbruch geben! Dann haben Sie etwas in der Hand, wenn Ihr Konto mehrfach belastet wird.

Kein Glücksfall: Zu wenig abgebucht

Das ist einem unserer Leser passiert: Die Kita seines Kindes hatte über 1 Jahr lang fälschlicherweise ermäßigte Gebühren abgebucht. Das Ergebnis: eine saftige Nachforderung, kurzfristig zu zahlen.

simplify-Tipp: Überprüfen Sie nicht nur, ob Dauerabbuchungen den Gebührenbescheiden entsprechen, sondern vergleichen Sie den aktuellen Bescheid auch mit seinem Vorgänger: Kann es sein, dass sich Ihre Kita-Beiträge nur marginal erhöht haben, obwohl Sie wesentlich mehr verdienen als letztes Jahr? Was ist mit der in der Zeitung angekündigten Erhöhung der Müllgebühren?

Handwerkerrechnungen im Visier behalten

Manche Handwerker, so unsere persönliche Erfahrung, sind so gut im Geschäft, dass sie keine Zeit finden, ihre Rechnungen zu schreiben. Wenn die Rechnung dann irgendwann bei Ihnen eintrudelt, sind Sie möglicherweise gerade knapp bei Kasse.

simplify-Tipp: Notieren Sie sich auf einem Post-it den voraussichtlichen Rechnungsbetrag (Kostenvoranschlag), und heften Sie den immer auf den vordersten Auszug neben den aktuellen Kontostand. Wenn Sie darüber nachdenken, ob diese oder jene Extra-Ausgaben im nächsten Monat drin sind, ziehen Sie diesen Betrag einfach von Ihrem Kontostand ab.

Freiberufler, aufgepasst!

Freiberufler täuschen sich oft darüber, wie viel Geld sie zur Verfügung haben. Schuld daran ist unter anderem die Umsatzsteuer, die sich erst einmal auf dem Konto sammelt, bis sie fällig wird.

simplify-Tipp: Kleben Sie wie bei ausstehenden Rechnungen ein Haftetikett mit den noch abzuführenden Umsatz- und Einkommensteuerbeträgen auf den aktuellen Auszug. So machen Sie sich klar: Dieses Geld ist nicht meins! Die Alternative: Richten Sie ein separates Konto ein, auf das Sie die Steuerbeträge jeweils gleich nach Eintreffen des Geldes überweisen.

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.

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