Kolumne „Deck weiß“ im Malerblatt: „20 Jahre Garantie? Ich bin doch nicht blöd!“

Erstellt am 10. April 2013 von

Meine Kolumne “Deck weiß”, im branchenführenden Malerblatt, 04|2013.

20 Jahre Garantie? Ich bin doch nicht blöd!

20 Jahre Garantie? Ich bin doch nicht blöd!


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Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Deck.
    Sie als erfolgreicher und erfahrener Geschäftsmann sind doch sicher auch kritikfähig, nicht? Ihr heutiger Artikel ist, um es vornehm auszudrücken, nicht fair!
    Was heisst denn genau „wenn denn mal ein Garantiefall entsteht ist das Versprechen nur noch heisse Luft“? Die Garantie eines Bodenbelags-Herstellers bezieht sich auf das Produkt, also Herstellung und verwendete Materialien. Und nicht auf Verlegung, Nutzung und Pflege!!
    Tatsache ist leider, dass die überwiegende Mehrheit aller Garantieansprüche auf unsachgemässe Verlegung und Nutzung zurückzuführen sind. Für die Kratzspuren des Hundes, das ausgelaufene Aquarium (das 2 Wochen keiner bemerkt hat) und der vom Streusalz zerfressene Eingangsbereich kann kein Hersteller die Haftung übernehmen….. Und auch nicht für falsch gewählte Beläge, fehlende Dilatationsfugen oder zu klein gewählte Abstände zu den Wänden….! Und auch nicht für das hochgiftige Reinigungsmittel….
    In vielen Jahren im Bodenbelags-Handel hatten wir ganze zwei Fälle wo tatsächlich aus der Herstellung die Ware zu bemängeln war. Beide Hersteller haben nicht nur das Material ersetzt sondern auch sämtliche Kosten für die Arbeiten! Und zwar ohne Diskussion! Und bei uns kriegen Sie übrigens auch bis 15 Jahre Garantie.
    Auch wenn ich sicher bin, dass Ihr Team hervorragend arbeitet muss ich doch leider feststellen, dass bei uns der Berufsstand der Maler deutlich mehr Schäden bei unseren verlegten Böden verursacht als die Besitzer selbst…..
    Ich weiss nicht welcher Unmut Sie zu diesem Artikel hingerissen hat – Sie werden Ihre Gründe haben. Zum Schluss vielleicht nur soviel: wenn jemand mit einem Porsche Carrera ins Gelände geht, danach Unterboden und Stossdämpfer hin sind kann auch nicht Porsche dafür haftbar gemacht werden…..
    Wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und danke für Ihre Vorreiterrolle im Social Marketing für Handwerker.
    Liebe Grüsse, Daniel P. Hirschi

    • malerdeck sagt:

      Sehr geehrter Hirschi,

      vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Klar, bin ich kritikfähig. Aber was ist hier bitte unfair?

      Alle Ihre Argumente sind zweifelfrei richtig. Allerdings übersehen Sie dabei eines: Den Endkunden. Und mit diesem habe ich seit Jahrzehnten tagtäglich zu tun.

      Dabei höre ich sehr genau hin, kenne seine Wünsche und Erwartungen. Genau zum Garantiefall, befragte ich unzählige Kunden/Interessenten, was sie sich unter „20 Jahre Garantie“ vorstellen.

      Regelmäßige Antwort war die Meinung, dass ALLE Kosten von uns bzw. dem Hersteller übernommen werden und für den Kunden KEINERLEI Kosten entstehen. So ist es der Kunde bei einem GARANTIEfall auch gewohnt. Hat er z.B. an seinem Auto einen Garantiefall, wird nicht nur das betreffende Teil (noch dazu mit Abzug Alt für Neu) kostenlos ausgewechselt, auch der Aus- und Einbau ist KOSTENLOS!

      Genau diese Erwartung, hat der Kunde beim marktschreierischen „20 Jahre Garantie“ eben auch. Der Kunde sieht nur das vollmundige Garantieversprechen. Für was die Garantie wie gilt, welche Einschränkungen und Bedingungen gelten, auf/in den Kollektionen kein einziges Wort.

      Wir als Verarbeiter stehen nachher beim Kunden deshalb ganz schön dumm da. Halten Sie das etwa für fair? Ich jedenfalls nicht.

      Mit farbenfrohen und 🙂 Grüßen, Ihr Opti-Maler-Partner,
      Werner Deck

  2. Keller sagt:

    Lieber Werner,
    da bin ich absolut deiner Meinung!
    Und dein Statement ist wie immer knackig und auf den Punkt gebracht! Diese lange Dauer bei einem Textilboden bringt immer Probleme mit sich. Und übrigens, wenn eine Verlegfehler vorhanden ist, merkt sieht man diesen nicht erst nach Jahren, sondern schon nach relativ kurzer Zeit.
    LG
    Waldemar

  3. Sehr geehrter Herr Hirschi,
    mit Interesse las ich Ihren Kommentar auf Werner Decks „Deckweiß“ im Malerblatt.
    Gerne können wir die Diskussion in die Zeitschrift hinein tragen – ich finde es gut, dass Sie Ihre Sicht der Dinge kundtun.
    Wenn ich das Okay von Ihnen bekomme, nehme ich Ihren Kommentar als Leserbrief ins Malerblatt.
    Werner Deck ist ein streitbarer Geist und immer sehr offen für Diskussionen. Er hätte sicherlich gar nichts dagegen.
    Herzliche Grüße
    Ulrich Schweizer, Redaktion Malerblatt
    Für einen Direktkontakt: ulrich.schweizer@konradin.de