Frauen an die Macht! So durchschauen Sie männliche Denkstrukturen. Beziehungen: Sich behaupten im Berufsleben

Erstellt am 14. September 2014 von
Macht für Frauen

Im Beruf erfolgreich

Inzwischen wagt niemand mehr, über Angela Merkel zu spötteln, die sich in ihrer Partei gegen eine übermächtige männliche Konkurrenz durchgesetzt hat. Obwohl inzwischen mehr Frauen als Männer studieren, sind sie in führenden Positionen selten zu finden.

Männer agieren unbewusst nach Spielregeln, die ihnen quasi in die Wiege gelegt wurden. Mit den folgenden simplify-Übungen lernen Frauen, diese Regeln zu durchschauen, an der Chancengleichheit zu arbeiten – und vielleicht eines Tages das Kanzleramt anzustreben.

Wagen Sie, etwas zu wollen

Beobachten Sie spielende Kinder. Jungen lieben Kampfspiele, wollen sich behaupten und immer gewinnen. Mädchen suchen sich Freundinnen, mit denen sie in angenehmer Atmosphäre spielen. Diese Verhaltensweisen werden in das Berufsleben übertragen: Männer verhalten sich zielorientiert, während Frauen mehr Wert auf eine gute Stimmung im Team legen.

simplify-Übung: Beobachten Sie das Verhalten von Kolleginnen und Kollegen bei Besprechungen und stellen Sie eine Rangordnung auf. Beurteilen Sie nicht, wer am sympathischsten und nettesten war, sondern wer seine Anliegen am besten durchgesetzt hat.

Vorsicht vor dem Bienchenfleiß

Frauen an die Macht!

Frauen an die Macht!

Mit ihrem von klein auf trainierten Selbstbehauptungswillen drängen sich Männer leichtfüßig in den Vordergrund. Frauen halten sich dagegen zurück und wundern sich, dass niemand sie zum „Mitspielen“ auffordert. Sie versuchen lieber, mit Fleiß und Arbeitseifer zu beeindrucken.

Fachliche Qualifikationen sind zwar wichtig, helfen aber nicht, sich gegen männliche Konkurrenz zu behaupten.

simplify-Übung: Geld für Geburtstage sammeln, Daten aus dem Internet heraussuchen, Protokolle schreiben – überlassen Sie diese Fleißaufgaben anderen. Konzentrieren Sie sich auf anspruchsvolle Tätigkeiten.

Lernen Sie, die Macht zu mögen

Männer betrachten Macht tendenziell als etwas Positives, Frauen sind eher geborene Demokratinnen – allerdings gibt es auch hier verborgene Hackordnungen. In der Männerwelt herrschen klare und ziemlich transparente Regeln, wer bestimmt und wer nicht.

simplify-Übung: Geben Sie der Macht eine Chance. Ziehen Sie im Kleinen eine Entscheidung autoritär durch: Die Formulare liegen ab sofort zur Selbstbedienung neben dem Kopierer, basta! Erleben Sie, wie viel Zeit und Energie Sie durch Entschiedenheit sparen.

Freunden Sie sich mit oben und unten an

Oben sitzt der Hahn, darunter das Hühnervolk. Jede emanzipierte Frau rennt Sturm gegen hierarchische Strukturen, Männer akzeptieren sie meist klaglos. Sie betrachten das Leben als Wettkampf, wollen eine hohe Position einnehmen und Niederlagen vermeiden. Das demokratische Miteinander der Frauen halten sie für Schwäche.

simplify-Übung: Akzeptieren Sie Ihren Platz. Respektieren Sie Vorgesetzte und lernen Sie, Rangniederen klare Grenzen zu setzen. Lassen Sie sich zum Beispiel nicht von jedem Bürogehilfen oder Praktikanten duzen.

Verbünden Sie sich mit dem Platzhirsch

Wie soll ich es oprganisieren?

Mit dem Platzhirsch verbünden

In jeder Firma gibt es den Macher, der sagt, wo es langgeht. Richtig beliebt ist er nicht, trotzdem wird er von den Männern anerkannt. Meist sind es Frauen, die bei sinnlosen Details aufbegehren und sich ihre Karriere unnötig schwer machen.

Lernen Sie von Angela Merkel, die ihren mächtigen Ziehvater Helmut Kohl akzeptiert und sich viel von ihm abgeschaut hat.

simplify-Übung: Suchen Sie sich Mentoren auf ranghöheren Ebenen. Setzen Sie auf emotionale Gemeinsamkeiten: Liebe zur Musik, Ihre Heimatregion, ein ehrenamtliches Engagement.

Vorsicht, Gefühlschaos!

Ein guter Kollege muss Ihnen nicht sympathisch sein

Kein Gefühlschaos

Weibliche Emotionen sind Männern fremd, sie können Abneigungen und Sympathien vom Berufsleben trennen. Ein guter Kollege muss Ihnen nicht sympathisch sein – Sie wollen mit ihm nicht Ihr Leben verbringen. Bleiben Sie sachlich und nehmen Sie nicht jede Kritik persönlich. Es ist erleichternd, nicht mehr jedem gefallen zu wollen.

simplify-Übung: Behalten Sie Ihr weibliches Einfühlungsvermögen. Betrachten Sie Ihr Berufsleben aber in erster Linie als spannendes Strategiespiel, in dem Probleme mit Köpfchen zu lösen sind.

Zum Weiterlesen: Isabel Nitzsche, Spielregeln im Job durchschauen: Frauen knacken den Männer-Code. Kösel Verlag, München 2011.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.


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