Kategorie: simplify-Tipps
Die wirksame Balance zwischen Arbeit und Leben, durch positives Denken
Balance“, sagen Sie, „ja, das wäre schön!“ Leider steht ihr vieles entgegen: Immer kommt etwas dazwischen. Trotz des Positivdenkens läuft vieles negativ. Systematisch halten andere Sie davon ab. Zu viele innere Widersprüche zerreißen Sie selbst.
Es fällt Ihnen schwer, Schwerpunkte im Leben zu setzen und Ihre Energie sinnvoll einzuteilen. Was kann da „Balance“ sein? Vielleicht liegt das Problem darin, dass wir der Balance etwas abverlangen, was sie nicht wirklich leisten kann.
Wagen Sie den Versuch, neu über die Balance zu denken.
Was ist Balance?
Altes Denken: Balance ist ein Zustand des Ausgeglichenseins, zu erreichen durch eine Aufhebung von Gegensätzen. Ärgerlich ist die Polarität, die alle Dinge zu prägen scheint. Verschwinden soll die Spannung zwischen gegensätzlichen Erfahrungen, der Gegensatz von Fühlen und Denken, Gegensätze zwischen eigenen Interessen und den Interessen anderer, zwischen Meinungen und Gegenmeinungen. Aber diese Aufhebung gelingt allenfalls für Momente.
Neues Denken: Erkennen Sie die Gegensätze an und sehen Sie deren Verteilung in der Zeit. Balance ist ein Ausgleich durch die Zeit hindurch, über den Tag hinweg, ja sogar über ganze Lebensphasen. Balance ist nicht Stillstand in der Mitte, sondern das lebendige Wechselspiel der Gegensätze. Leben ist Polarität, Ausschläge der Waage zur einen und anderen Seite hin. Nennen Sie das die „Balance der Abfolge“.
Ihr Urbild ist der Tanz: Dort gewinnen Sie Balance nicht dadurch, dass Sie auf einem Bein stehen bleiben. Sondern: linkes Bein, rechtes Bein, so kommen Sie in den Bewegungsfluss, dem Außenstehende die Gegensätze nicht mehr anmerken. Dass jeder Schritt in sich selbst perfekt ausgewogen wäre, lässt sich nicht behaupten. Mal treten Sie zu fest auf, mal zu flüchtig. Jeder Schritt bedarf einer Binnen-Balance, und mit jedem neuen Schritt wird der vorherige ausbalanciert. Genau so geschieht das bei den Gegensätzen des Lebens.
Zärtlichkeit und Zorn
Altes Denken: Sie suchen Balance, indem Sie beispielsweise die Zärtlichkeit allein behalten, den Zorn hingegen loswerden wollen. Sie kennen das Resultat: Es geht nicht.
Neues Denken: Sehen Sie Balance als eine Abfolge, bei der auf Zeiten des Zorns immer wieder Zeiten der Zärtlichkeit folgen. Die Binnen-Balance sorgt dafür, dass sowohl Zorn als auch Zärtlichkeit ihr jeweiliges Maß finden – mit den üblichen Binnenschwankungen. Ein eventuelles Übergewicht des Zorns lässt sich durch ein Vielfaches an Zärtlichkeit aufwiegen.
Das ist ein langer Prozess der Einübung. Entscheidend für die Balance ist Ihr Gespür dafür. Die Anlagen dazu tragen Sie in sich, aber sie bedürfen der Ausbildung – durch Erfahrungen und deren stets neues Überdenken. Je reicher Ihre Erfahrungen, desto feiner das Gespür, wo, wann und wie Sie etwas auszugleichen haben.
Das symmetrische Leben
So kann eine Lebensbalance gelingen, die das jeweils Andere nicht ausschließt, sondern von Grund auf anerkennt. Eine Balance zwischen den Schwierigkeiten, die zu bewältigen sind, und der Leichtigkeit, die Sie immer wieder erreichen können. Zwischen dem Ernst des Lebens und den komischen Seiten, die dem Leben abzugewinnen sind.
Der Inbegriff dieser Balance ist Heiterkeit. Sie ist das „symmetrische Leben“, von dem Demokrit, der Begründer der philosophischen Heiterkeit (euthymía), im 5./4. Jahrhundert v. Chr. sprach.
Unterscheiden Sie heiter und fröhlich
Heiterkeit ist eine geistige Haltung, kein Gefühl. Sie kann allerdings Gefühle auslösen – doch nicht nur fröhliche, sondern auch traurige. Heiterkeit ist vorbereitet auf den möglichen Umschlag der Dinge in ihr Gegenteil. Mit ihr begeben Sie sich auf die Gratwanderung zwischen unaufhebbaren Widersprüchen.
Manchmal ähneln Sie dabei dem Betrunkenen, der beim Versuch, die Balance zu wahren, mal links, mal rechts in den Straßengraben fällt, sich auf diese Weise aber etwa in der Mitte der Straße hält. Eine nüchterne Form von Trunkenheit: Das ist die Kunst der Balance.
Der Autor dieses Artikels, Prof. Wilhelm Schmid, geb. 1953, ist freier Philosoph und lebt in Berlin. Er lehrt Philosophie an der Universität Erfurt und als Gastdozent an der Universität Tiflis (Georgien). Regelmäßige Tätigkeit als „philosophischer Seelsorger“ am Spital Affoltern am Albis bei Zürich. Seine Homepage: www.lebenskunstphilosophie.de. Eines seiner Bücher: Die Kunst der Balance.
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simplify-Tipp: So planen Sie hilfreiche Beziehungen
Bei vielen Menschen gelten „Beziehungen“ als das Gegenteil von eigener Leistung: „Der ist nur durch seine Beziehungen was geworden.“ In Wirklichkeit sind eigene Motivation und ein Netz guter Kontakte keine Gegensätze, sondern gehören unmittelbar zusammen.
Viele erfolgreiche Menschen berichten, dass sie erst durch das Zusammensein mit anderen zu ihren eigenen Stärken gefunden haben. So funktioniert das erfolgreiche Networking:
1. Würdigen Sie das Ereignis
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ schreibt Hermann Hesse in seinem berühmten Gedicht „Stufen“. Wenn Sie einem Menschen neu begegnen, versuchen Sie, dessen Zauber zu spüren. Machen Sie das Treffen zu einem besonderen Erlebnis – und nicht zu einer Pflichtübung unter der Fahne des Networking.
2. Seien Sie präsent
Gönnen Sie Ihrem Gesprächspartner Ihre volle Aufmerksamkeit. Zeigen Sie Interesse und hören Sie zu. Vielleicht ist dieses Gespräch der „Beginn einer wunderbaren Freundschaft“, wie es im Film Casablanca heißt. Sind Sie innerlich nicht voll da, werden Sie diesen Augenblick verpassen. Beim Networking geht es schließlich nicht darum, sich Menschen “warm” zu halten, sondern ein Teil eines stabilen sozialen Netzes zu sein.
3. Sprechen Sie positiv
Benutzen Sie das erste Zusammenkommen nicht dazu, um Ihren Gesprächspartner zu kritisieren oder zu belehren. Vermeiden Sie den Fehler, über andere schlecht zu reden. Das mag Spaß bereiten und Gemeinsamkeiten auftun, wird aber als unschöner Zug haften bleiben – im schlimmsten Fall bei den Betroffenen selbst. Es erweist sich also oft als unklug, andere gezielt von Ihrem Networking auszuschließen.
4. Nutzen Sie den ersten Eindruck
Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Schalten Sie am Beginn einer Begegnung auf höchste Aufmerksamkeit. Gehen Sie sofort auf andere zu. Machen Sie den Anfang. Haben Sie den Mut, sich zu präsentieren – bestimmt, aber nicht aufdringlich. Reden Sie mit. Nur so werden Sie wahrgenommen und weiter angesprochen.
5. Finden Sie Gemeinsames
Stellen Sie sich vor, Sie stünden am Ufer eines Flusses, und auf der anderen Seite Ihr Gesprächspartner. Solange diese Trennung vorhanden ist, ist es mühsam, miteinander zu sprechen Bauen Sie sich und Ihrem Gesprächspartner Brücken im Gespräch, indem Sie gemeinsame Themen suchen. Auch wenn das am Anfang nur wie lockeres Geplauder wirkt, erst durch solches Geplauder wird das Networking persönlich.
6. Lernen Sie Konversation
Small Talk ist als oberflächlich verrufen. Das „kleine Gespräch“ dient aber zur Vorbereitung ernsthafter Gespräche und darf dabei selbst lustig sein. Nutzen Sie als kleinsten gemeinsamen Nenner Ihre aktuelle gemeinsame Situation. Bewegen Sie sich von dort weiter zu Sport, Reisen, Kultur, Familie, Werte, Vorhaben, Interessen …
7. Pflegen Sie Ihre Kontakte
Nutzen Sie die Kraft des kleinen Gesprächs, um in Verbindung zu bleiben. Kümmern Sie sich aktiv um Ihre Beziehungen: persönlich, telefonisch oder schriftlich. Expertin Monika Scheddin empfiehlt als Faustregel für erfolgreiches Networking: jede Woche 2 alte Kontakte pflegen und sich um 2 neue bemühen. Ein guter Aufhänger sind Geburtstage. Senden Sie an diesem Tag einen kleinen Gruß, und Sie werden positiv in Erinnerung bleiben.
8. Sagen Sie „Danke!“
Wenn Sie in den Genuss einer Einladung oder einer neuen Bekanntschaft kommen, bedanken Sie sich grundsätzlich am nächsten Tag. Hört sich trivial an, wird aber oft vergessen und zeigt, dass Sie das Event nicht nur für Ihr Networking nutzen wollten, sondern auch danach etwas zurück geben möchten. Schreiben Sie eine E-Mail oder rufen Sie an.
9. Helfen Sie weiter
Hinter der Networking-Idee steckt eine Portion Idealismus: Wäre es nicht herrlich, wenn die Lösungen, die wir brauchen, bereits irgendwo vorhanden wären und wir nur wissen müssten, wo? Helfen Sie dabei mit! Wo können Sie helfen, damit Sie von den richtigen Personen gefunden werden?
10. Fragen Sie
Die Grundlage von Networking ist das Prinzip von Geben und Nehmen. Scheuen Sie sich nicht, selbst um Rat oder Tat zu fragen. Es wird nicht immer alles umsonst geben, aber generell stehen Sie einem hilfsbereiten Netzwerk gegenüber, welches die Lösung für Ihr Problem irgendwo für Sie bereit hält.
11. Vergessen Sie Networking
Nachdem Sie all diese Ratschläge gelesen haben – vergessen Sie sie wieder! Bleiben Sie bei Gesprächen offen. Vertrauen Sie darauf, dass sich Ihr Netzwerk ab jetzt wie von selbst bildet – solange Sie interessiert bleiben an anderen Menschen und bereit sind, immer wieder neue Leute im Kreis Ihrer Freunde, Partner und Kontakte willkommen zu heißen.
Zum Weiterlesen: Uwe Scheler, “Erfolgsfaktor Networking”
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
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Die Spartipps der Millionäre … auch wenn Sie keiner werden wollen
20 Jahre lang haben Thomas Stanley und William Danko Millionäre interviewt – Menschen mit einem während ihres Arbeitslebens erwirtschafteten Nettovermögen von über 1 Million Dollar (also keine reichen Erben). Die folgenden Regeln fassen ihre Beobachtungen und die Spartipps, die sich daraus ergeben, zusammen.
Beschließen Sie, finanziell erfolgreich zu sein
Das ist etwas anderes, als sich Geld zu wünschen, darauf zu hoffen oder sich danach zu sehnen. Finanzielle Unabhängigkeit ist keine Glückssache, sondern Ergebnis eines Plans. Auf dem Weg dorthin geht es in der Regel ziemlich anstrengend und unbequem zu. Millionäre sind Menschen, die dazu bereit waren.
Verstehen Sie, wie Geld funktioniert
Finanzwesen, Wirtschaft oder Investmentstrategien gehörten bei den wenigsten Menschen zu ihrer Ausbildung. Viele haben nicht einmal gelernt, wie sie ihr Konto ausgeglichen halten können. Um zu Geld zu kommen, müssen Sie etwas darüber wissen. Lesen Sie, besuchen Sie Kurse, nehmen Sie an Internet-Foren teil, treffen Sie sich mit finanziell erfolgreichen Menschen aus Ihrem Bekanntenkreis. Wenn Sie diesen der vielen Spartipps befolgen, können Sie realistischer planen und sie können selbstbewusster mit Ihrem Geld umgehen.
Klären Sie Ihre Beziehung zum Geld
Manche Menschen brauchen Geld zum Angeben, zum Prassen, zum Einkaufen. Andere schätzen am Geld das Gefühl der Sicherheit, der Macht, der Möglichkeiten, der Erotik. Was auch immer Ihre Beziehung zum Mammon ist – machen Sie sich Ihre Einstellung ehrlich klar. Niemand wird durch Geld ein besserer Mensch, im Gegenteil: Rechnen Sie damit, dass Ihre unangenehmen Eigenschaften um so stärker ans Tageslicht drängen.
Setzen Sie sich Ziele
Ziele, die für Sie eine Herausforderung, aber nicht unrealistisch sind. Am wichtigsten: Fordern Sie sich heraus, indem Sie sich ein festes Datum setzen, an dem alle Ihre Schulden und Kredite getilgt sein werden. Akzeptieren Sie keine Kredite mit Tilgungsaussetzung, sondern bauen Sie Schulden stets kontinuierlich ab. Verpflichten Sie sich, am Monatsbeginn einen festen Betrag zurückzulegen. Spartipps wie dieser erfordern zwar viel Geduld und Durchhaltevermögen, der Erfolg fühlt sich dann aber umso besser an.
Erstellen Sie ein Budget
Ein Etatplan ist eine Kombination aus Träumen und Anstrengungen. Setzen Sie sich feste Beträge für schöne, auch unnütze Dinge. Schützen Sie sich vor Impulsanschaffungen und Kaufrauschphasen. Ein Etatplan ist Ihre Landkarte zum Ziel. Ohne Karte gehen Sie verloren!
Reduzieren Sie Ihre Ausgaben
Für viele erstaunlich: Zuerst der Plan, dann das Sparen. Wenn Sie dank Ihres Budgetplans Kontrolle über Ihr Geld bekommen, haben Sie mächtige neue Gründe, Ihre alltäglichen Ausgaben zu senken. Stanley und Danko stellten erstaunt fest: Fast alle Millionäre leben „unter ihren Verhältnissen“.
Investieren Sie
Geld ausgeben oder mit Geld spekulieren – beides Wege ins Unglück. Es kann auch ein Fehler sein, das eigene Einkommen zu steigern, denn damit zahlen Sie auch mehr Steuern. Geld, das auf Ihr Konto fließt, wird leicht ausgegeben. Millionäre kauften Aktien, Immobilien oder Firmenanteile. Folgen Sie solchen Spartipps, investieren Sie in Aktivposten, die im Wert steigen – und die nicht so leicht schnell mal zu veräußern sind.
Sparen Sie Steuern
Aber nicht, indem Sie für fragwürdige Anlagen (Medienfonds, Schiffsbeteiligungen) neue Schulden machen. Helfen Sie mit Ihrem Geld, spenden Sie an humanitäre Organisationen, und reduzieren Sie dadurch Ihre Steuerlast. Lassen Sie sich helfen, zum Beispiel von Steuerberatern – deren Honorare sind ebenfalls von der Steuer absetzbar.
Vermeiden Sie den Geiz
„Die meisten Menschen werden nicht reich, weil sie all ihr Geld für sich behalten.“ Die Lehre aus diesem Sprichwort: Teilen Sie Ihren Besitz, investieren Sie in die Gemeinschaft, seien Sie gastfreundlich und großzügig. „Wir haben auch geizige Millionäre getroffen,“ stellten Stanley und Danko fest, „aber es waren wenige, und mit keinem von ihnen wollten wir tauschen.“
Weitere Gedanken finden Sie in dem englischen Buch: Thomas Stanley and William Danko, The Millionaire Next Door, Pocket Books.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
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simplify-Tipp: Arbeitsorganisation mit Koalition • Gemeinsam ist besser als einsam
Das Wort Koalition hat in unseren Medien einen negativen Beigeschmack: Jamaika, Ampel, große Koalition – nichts wirkt so richtig verführerisch. Aber warum?
Ohne Koalitionen geht es nicht, weder in der Politik noch in Ihrem Alltag. Suchen Sie sich als Koalitionspartner eine Freundin, einen Kumpel, den Nachbarn. Aktivieren Sie die Bekanntschaft mit einer Arbeitskollegin oder verabreden Sie sich mit Ihren eigenen Geschwistern. Sondierungsgespräche sind niemals tabu!
Sie haben’s besser als die Politiker: Bei Ihnen muss die K-Frage nicht entschieden werden, Ihr Koalitionsbündnis darf herrlich informell und vital sein und so Ihre Arbeitsorganisation erleichtern.
4 Hände packen besser zu
Putzen, Aufräumen, Ablage, Eintüten … Viele Arbeiten sind mühsam und langweilig – wenn Sie sie alleine tun müssen. Koalitions-Idee: Teilen Sie sich unangenehme Arbeiten. Was in der Einsamkeit nervt, bereitet zu zweit Freude und bietet eine prima Gelegenheit, sich auszutauschen. So fördern Sie die Arbeitsorganisation zusammen mit Ihrem sozialen Austausch.
simplify konkret: Wenn Ihre Nachbarin die Straße kehrt – bieten Sie Ihre Mithilfe an. Trinken Sie danach zusammen einen Kaffee. Schlagen Sie vor, sich vielleicht gegenseitig beim Entrümpeln der Keller zu helfen.
4 Augen sehen mehr
Nutzen Sie die Kraft der doppelten Aufmerksamkeit bei der Arbeitsorganisation. Arbeiten Sie zusammen, um Fehler zu minimieren und Chancen zu maximieren.
simplify konkret: Wenn Sie etwas geschrieben haben, das in irgendeiner Weise vervielfältigt werden soll – lassen Sie niemals Texte rausgehen, ohne dass ein anderer sie gegengelesen hätte. Sind Sie beim Einkaufen ein leicht verführbarer Schnäppchen-Junkie? Oder entscheiden Sie sich oft falsch? Sind Sie im Kaufhaus schnell genervt? Dann lassen Sie sich beim Shoppen begleiten. Zu zweit kaufen Sie klüger, modemutiger und mit mehr Freude ein. Die luxuriös wirkenden Kissenbezüge hätten Sie sich ohne die Ermutigung Ihrer Freundin sofort aus dem Kopf geschlagen.
Meinungsbildung im Team
Reden Sie über Geschmack. Darüber lässt sich bekanntlich nicht streiten – aber wirklich gutes Stilempfinden formt sich erst richtig im Dialog. Ein Gespräch unter Freunden ist inspirierend, eine Diskussion zwischen Mann und Frau kann ungeahnte Perspektiven eröffnen und der Arbeitsorganisation eine ganz neue Richtung geben.
simplify konkret: Seien Sie als (junger) Mann schlau genug, von in Stilfragen bewanderten Freundinnen zu lernen. Lassen Sie sich beim Einkauf nicht mitschleifen, sondern drehen Sie den Spieß um und lassen Sie sich beraten. Fragen Sie nach einer ehrlichen Meinung und nehmen Sie die kostenlose Schulung mit: „Passt mir die Hose?“, „Steht mir das Jackett?“ Profitieren Sie als Frau von der Sammelleidenschaft vieler Männer: Engagieren Sie Ihren Bruder als Reiseführer durch die besten Filme des letzten Jahrzehnts oder entdecken Sie mit Ihrem Freund Perlen der Jazzmusik.
Sie und Ihr Kompetenzteam
Ergänzen Sie sich gegenseitig. Sie müssen nicht alle Fachgebiete beherrschen, aber Sie sollten für jedes Ressort einen Experten kennen, der Ihnen hilft. Auch Sie haben Ministerien (zu deutsch: Aufgaben), die Sie nicht alle selbst leiten müssen. So wird die Arbeitsorganisation erst richtig effizient.
simplify konkret: Sie hören immer wieder, dass Sie Ihre alten Sachen bei eBay verkaufen sollten – haben aber keine Ahnung davon? Arbeiten Sie mit jemandem zusammen, der das kann. Vielleicht können Sie diesem Menschen durch die Fallstricke seiner Steuererklärung helfen? Lernen Sie voneinander, entwickeln Sie sich weiter. Trauen Sie sich, mit Freunden nicht nur zu feiern, sondern auch zu arbeiten und gemeinsam etwas zu bewegen. Viele erfolgreiche Selbstständige haben als lockere Koalition mit Freunden angefangen.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.
So antworten Sie schlagfertig und diplomatisch: Mit diesen 5 simplify-Techniken
Schlagfertig zu sein, das wäre schön – könnte aber auch schön in die Hose gehen. Denn wenn Sie (vor allem im Berufsleben) einem angriffslustigen Gesprächspartner allzu gekonnt über den Mund fahren, sinnt der möglicherweise auf Rache.
Oder Sie gelten nicht als geistreicher Wortakrobat, sondern als arroganter Schnösel. Daher ist neben Geistesgegenwart auch diplomatisches Geschick gefragt. Die gute Nachricht: Beides lässt sich mithilfe der folgenden 5 Lektionen durchaus erlernen.
1. Die Dolmetscher-Technik
Oberste Grundregel: So gemein oder aggressiv die Anklage des anderen auch daherkommt – gehen Sie nie spontan-emotional zum Gegenangriff über. Ja, fühlen Sie sich am besten nicht einmal angegriffen, sondern bleiben Sie souverän. Nehmen Sie’s sportlich wie ein Florettfechter. Bevor Sie wohlüberlegt zurückstechen, parieren Sie zunächst mit einem eleganten Ausweichmanöver:
Geben Sie dem Angreifer Recht, aber deuten Sie seine Aussage zu Ihren Gunsten um. Dann müsste der andere (wenn er Ihr Manöver überhaupt durchschaut) seine Kritik wiederholen und erläutern – und hätte dadurch bereits viel von seiner Energie verloren.
Beispiel: Auf den Vorwurf „Sie sind ein Egoist und vollkommen stur!“ antworten Sie: „Wenn Sie damit meinen, dass ich die Interessen meines Unternehmens und meiner Kunden kompromisslos vertrete – ja, dann haben Sie Recht, dann bin ich stur!“
2. Die Zustimmungs-Technik
Eine weitere Grundregel: Behalten Sie Ihren Humor! Wer lächelt, bleibt oben. Nehmen Sie Angriffe nicht persönlich, auch und gerade, wenn sie persönlich gemeint sind. Seien Sie nicht verletzt oder beleidigt, sondern bleiben Sie selbstironisch. Solange Sie über sich lachen können, wird aus drohendem Krieg (bei dem immer beide Seiten verlieren) ein normaler Wettkampf (bei dem Sie mit ziemlicher Sicherheit als Sieger vom Platz gehen).
Eine Variante von Technik 2 ist die überraschende Zustimmung: Öffnen Sie das Tor, das Ihr Gegner einrennen wollte, genau an der Stelle, auf die er es abgesehen hatte. Der Effekt: Der andere hatte mit Ihrem Protest gerechnet, aber nun geht er leer aus.
Beispiel: Auf den Vorwurf „Sie sind ein blutiger Anfänger!“ antworten Sie: „Ja! Ich bin hier, um von Ihnen zu lernen.“ Vorsicht: Widerstehen Sie der Versuchung, ironisch gegenüber dem anderen zu werden, sondern seien Sie das nur gegenüber sich selbst: „Lebenslanges Lernen heißt die Devise, und das heißt ja, lebenslang Anfänger zu bleiben.“
3. Die Übertreibungs-Technik
Häufig übertreibt der Provokateur maßlos, um an Ihrer Kompetenz oder Intelligenz zu rütteln. Sein Kalkül: Sie sollen sich entrüstet verteidigen. Damit wäre immer er am Zug, denn Sie bleiben in der Verteidigerposition. Gegenmittel: Denken Sie wie beim Schach einen Zug weiter und zwingen Sie den Aggressor auf einem anderen Feld selbst in die Defensive.
Am besten geht das, indem Sie ein – ebenso übertriebenes – Schreckens-Szenario entwerfen und darlegen, wie Sie dagegen ankämpfen. Der Kniff dabei: Das mit der Übertreibung war nicht Ihre Idee, sondern das hat Ihr Gegenüber ins Spiel gebracht!
Beispiel: Auf den Vorwurf „Was, Sie sind immer noch nicht fertig? Ich sehe Sie immer nur Kaffee trinken, telefonieren und im Internet herumsurfen – und das alles auf Kosten unserer Abteilung!“ antworten Sie „Es wird unsere Abteilung bald nicht mehr geben, wenn wir uns bei diesem wichtigen Projekt auch nur den kleinsten Schnitzer erlauben. Deswegen sind Sorgfalt und Qualität hier wichtiger als Schnelligkeit.“
4. Die Frage-Technik
„Warum antwortet ein Jude immer mit einer Gegenfrage? Nu, warum soll er nicht mit einer Gegenfrage antworten?“ Dieses berühmte jüdische Bonmot illustriert die Kraft der Rückfrage: Sie schießen den Ball einfach zurück.
Damit gewinnen Sie erst einmal Zeit und sind aus der Schusslinie. Ansonsten aber gewinnen Sie nicht viel, denn wenn Ihre Gegenfrage gut beantwortet wird, geht der Punktsieg an Ihren Gegner. Außerdem gehen Sie mit Ihrer Gegenfrage auf den Vorwurf ein und wiederholen ihn sogar noch. Benutzen Sie diese Technik daher nur, wenn Ihnen zu Nr. 1, 2 und 3 nichts einfällt oder Sie keinen besonders gewitzten Herausforderer vor sich haben.
Beispiel: Auf den Vorwurf „Sie blicken überhaupt nicht durch!“ antworten Sie: „Wie würde das jemand machen, der Durchblick hat?“ Oder: „Wer blickt denn hier Ihrer Meinung nach am besten durch?“
5. Die Vollbremsungs-Technik
Zum Schluss ein Tipp für den Notfall. Legen Sie sich einen Spruch zurecht, mit dem Sie sich in einer hitzigen Debatte eine Denkpause verschaffen, hochgekochte Emotionen abkühlen und die Unterhaltung wieder auf die sachliche Ebene bringen.
Extra-Tipp: Während Sie verbal „Stopp!“ signalisieren, zeigen Sie mit Ihrer Körpersprache Zustimmung. Wenden Sie sich dem Angreifer zu, gehen Sie auf ihn zu und begeben Sie sich möglichst auf Augenhöhe mit ihm. Wenn er beispielsweise steht und Sie sitzen, stehen Sie auf. Ist die hierarchische Distanz zwischen Ihnen nicht zu groß, können Sie ihn auch kurz am Arm berühren. Das signalisiert: Wir bleiben in Verbindung, auch wenn wir uns gerade streiten.
Beispiel: Antworten Sie auf einen Vorwurf mit: „Das ist Ihre Version. Tatsache ist …“ Oder: „Das höre ich oft. Lassen Sie uns jetzt mal zu den Fakten zurückkehren, über die wir uns einig sind.“
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
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Schneller sichten, lesen und sortieren: Profi-Tipps für effektive E-Mail-Routinen
Schnell und gezielt E-Mails sichten und entscheiden, was damit geschehen soll: Die folgenden Tipps helfen Ihnen bei hohem Postaufkommen oder bei einem Rückstau nach längerer Abwesenheit.
Allgemeine Tipps für das tägliche effektive E-Mail-Sichten
- E-Mails, die Sie per CC oder BCC lediglich zur Kenntnisnahme bekommen, haben keine Priorität, da Sie darauf ja nicht reagieren müssen. Sichten Sie solche Post deshalb immer als Letztes – oder gleich nach der Mittagspause, wenn Sie noch nicht wieder voll im Tritt sind.
- Befreien Sie Ihr E-Mail-Programm vom Ballast großer Dateianhänge. Klicken Sie auf das Briefklammersymbol, um Ihre Post nach Anhängen zu sortieren. Sichern Sie wichtige An- hänge auf Ihrem Computer, indem Sie in Outlook mit der rechten Maustaste auf die Anlage(n) klicken und im Kontextmenü Speichern unter wählen. Anschließend löschen Sie die Anlagen (mit der rechten Maustaste draufklicken und Entfernen auswählen).
- Alternativ können Sie bei Outlook und Outlook Express einfach die komplette E-Mail inklusive Anlage(n) mit der Maus in einen Ordner Ihrer Wahl ziehen (beispielsweise die Kun- denablage) und sie anschließend aus dem E-Mail-Programm löschen.
- Leeren Sie den Papierkorb Ihres E-Mail-Programms nicht täglich, sondern nur alle 1 bis 2 Wochen. Falls Sie aus Versehen eine wichtige Nachricht dort „hineingelöscht“ haben, finden Sie sie im Notfall noch wieder. Oder legen Sie sich für E-Mails, bei deren Entfernung Sie zögern, einen zusätzlichen Müll-Ordner an, bei dem Sie monatlich den Vorvormonat löschen.
- Wenn Sie ein Dokument zum Bearbeiten mit einem Partner mehrfach hin- und herschicken, dann bewahren Sie nur die letzte Fassung auf.
Spezial-Tipps für die schnelle Postbearbeitung nach längerer Abwesenheit
- Nach einem Urlaub oder einer längeren Geschäftsreise sind viele Rundbriefe und Newsletter mit aktualitätsbezogenen Inhalten bereits veraltet. Löschen Sie diese Post umgehend.
- Wer Ihnen vor Ihrer Abwesenheit geschrieben und nach 2 Wochen noch nicht nachgehakt hat, hat wahrscheinlich nichts wirklich Wichtiges gewollt. Überfliegen Sie solche Post aber sicherheitshalber, bevor Sie sie entfernen.
- Beim Sichten der aufgelaufenen Post werden Sie auf Mitteilungen unterschiedlicher Priorität stoßen. Markieren Sie deshalb die dringlichsten und wichtigsten Nachrichten, auf die Sie noch heute reagieren wollen. Outlook Express: Klicken Sie mit der linken Maustaste neben der betreffenden E-Mail in die Spalte unter dem roten Fähnchen. Outlook: Verwenden Sie an derselben Stelle die rechte Taste, und wählen Sie im Kontextmenü Zur Verfolgung kennzeichnen. Um die markierten E-Mails übersichtlich zu sortieren, klicken Sie anschließend direkt auf das rote Fähnchen im oberen Spaltenbereich des Fensters.
Nutzen Sie die Sortierfunktion beim Lesen oder Ausmisten
Standardmäßig sind Ihre E-Mails nach Datum absteigend sortiert, sodass die neueste Post immer ganz oben in der Liste steht. Durch Klick auf eine der Spaltenbeschreibungen können Sie die Sortierfolge ändern. Machen Sie sich dies zunutze, indem Sie nach
- Absender,
- Empfänger,
- Betreff oder
- dem Vorhandensein von Anlagensortieren.
Auf diese Weise können Sie beispielsweise die gesamte Post eines bestimmten Absenders Zeit sparend lesen oder in einem Rutsch entfernen.
Autorin: Susanne Roth
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Das A4-Programm fürs neue Jahr: Besser als gute Vorsätze
Damit das Jahr 2012 für Sie zum positiven Neuanfang werden kann, reichen gute Vorsätze allein nicht aus. Um wirklich etwas verändern zu können, sollten Sie auch Ihre innere Haltung umstellen. Das ist aber sehr schwer. Gay Hendricks aus Santa Barbara (USA) erforschte in 30 Jahren psychotherapeutischer Praxis, warum sich seine Patienten blockiert fühlten.
Sein Fazit: Es liegt weder an den Genen noch an unfähigen Eltern, der Umwelt oder dem falschen Partner. Es kommt allein auf Ihre Fähigkeit an, sich selbst zu erkennen: „Unser Schicksal wird durch unsere Entscheidungen stärker bestimmt als durch sämtliche anderen Faktoren.“ Kurz: Schauen Sie hin, stellen Sie sich schonungslos ins Licht.
Schalten Sie die die Scheinwerfer an
Hendricks drückt das so aus: Menschen, die sich mit Entscheidungen schwer tun, haben ein inneres Lichtdefizit. Normalerweise stehen uns 2 geistige Scheinwerfer von hoher Lichtstärke zur Verfügung, mit denen wir die Welt ausleuchten können: Staunen und Fragen. Solange Sie sich über Neues nicht ärgern, sondern staunen, lernen Sie leicht und sind mutig. Solange Sie sich zu fragen trauen, wenn Sie etwas nicht verstehen, sind Sie auch in kniffligen und ungewohnten Situationen ohne Angst (vielleicht erinnern Sie sich noch an Ihr Staunen und Fragen bei Ihrem 1. PC).
Sind die Staunen-und-Fragen-Scheinwerfer abgeschaltet, verlieren Sie die Orientierung, fühlen sich blockiert, machen anderen Vorwürfe oder verweigern sich. Am Ende sehen Sie schwarz und werden zum Opfer von Pessimismus, Selbstabwertung und Resignation. Dagegen helfen die folgenden, von Hendricks vielfach erprobten 4 Schritte:
A4 – Ihr Programm zur sicheren Entscheidung
Der Buchstabe A steht für „Anfang“, der jederzeit möglich ist (nicht nur zum Beginn eines neuen Jahres). Nutzen Sie den Jahresanfang zu seiner Umsetzung. Die Zahl 4 steht für die 4 Schritte, die Sie durchführen sollten, wenn Sie einen neuen Plan entwickeln oder einen guten Vorsatz fassen (und „A4“ schließlich steht auch für ein DIN A4- Blatt, das Sie bei Schritt 3 benötigen):
1. Schritt: Anschauen
Sehen Sie nicht weg. Wenn Sie nicht glücklich, zufrieden und kreativ sind, lasten Sie es nicht anderen an, sondern prüfen Sie sich auf 3 Ebenen: Welche Gefühle schaue ich nicht an (spürbar als Energieverlust)? Welche Tatsachen ignoriere ich (spürbar als innere Blockaden)? Welche Vereinbarungen und Verpflichtungen nehme ich nicht wahr (spürbar als Vertrauensverlust)? simplify-Tipp: Stellen Sie sich dabei aufrecht hin. So signalisieren Sie Ihrem Unbewussten, dass Sie zu sich stehen.
2. Schritt: Annehmen
Hängen Sie keinen Wunschbildern nach, sondern erkennen Sie nüchtern an, was ist. Überprüfen Sie wieder die 3 Ebenen Gefühle, Tatsachen und Verpflichtungen. Was können Sie nicht akzeptieren und integrieren? Konzentrieren Sie sich auf 1 Aspekt. Sagen Sie: Hier will ich meinen Widerstand loswerden. Treiben Sie diesen Satz vorsichtig als Tiefensonde so lange nach innen, bis Sie durch die verschiedenen Schichten Ihres Widerstandes auf einen Punkt stoßen, wo Sie nachgeben und annehmen können. simplify-Tipp: Senken Sie bei dieser Übung den Kopf. Eine Geste der Demut fördert die Akzeptanz von ungeliebten Tatsachen und kann als Türöffner zu Ihrem Innersten wirken.
3. Schritt: Auswählen
Prüfen Sie, welche Entscheidungen in Ihrem Leben offen stehen. An welches Ziel wollen Sie gelangen? Wer nur mit halber Seele dabei ist, lässt keine Kraft fließen, egal ob es ein berufliches Projekt oder eine Beziehung ist. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor, sondern zunächst nur einen einzigen Problembereich. Setzen Sie sich ein realistisches Ziel. simplify-Tipp: Setzen Sie sich hin und schließen Sie einen schriftlichen Vertrag mit sich, in dem Sie Ihr Ziel klar formulieren. Sobald Sie einen Etappensieg errungen haben, notieren Sie es auf diesem DIN A4-Blatt mit Datum in Ihrem Vertrag.
4. Schritt: Anpacken
Schalten Sie Ihre Scheinwerfer wieder an! Sobald Sie etwas konkret anpacken, ist der Blockadebann gebrochen – die Vergangenheit hat keine Macht mehr über Sie. Im Jetzt finden Sie immer eine Gestaltungsmöglichkeit. Unternehmen Sie innerhalb der nächsten 24 Stunden einen Schritt auf Ihr Ziel hin. simplify-Tipp: Stehen Sie zu diesem Schritt auf, stellen Sie sich an ein Fenster und blicken Sie ins Freie. Sehen Sie in die Zukunft! Übernehmen Sie volle 100 % Verantwortung für diesen Schritt. Das ist entscheidend. Denn weniger als 100 % hieße, dass Sie sich zum Opfer machen. Mehr als 100 % aber hieße, dass Sie zum Märtyrer werden.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.
Pfiffiger schreiben: Damit Sie finanziell und beruflich davon profitieren
Immer weniger Leute können spritzig, verständlich und interessant schreiben. Das Gute daran für Sie: Wenn Sie diese Kunst erlernen, verbessern Sie Ihre beruflichen Chancen erheblich. Hier die Tricks der Profis – womit wir auch die Geheimnisse unserer eigenen Arbeit verraten.
Schreiben, schreiben, schreiben
Wenn Sie gerne texten, lassen Sie keine Gelegenheit zum Üben und Veröffentlichen aus. Über persönliche Internet-Tagebücher (Weblogs) werden immer wieder begabte Autorinnen und Texter gesucht und gefunden. Je mehr Sie schreiben, umso besser wird Ihr Stil!
Viele Menschen denken bei „Schreiben“ an Gedichte oder Romane. Das sind aber die am schlechtesten verkäuflichen Kategorien. Werbetexte dagegen, technische Dokumentationen, Berichte, Pressemeldungen, Sachbücher und viele andere eher unauffällige Texte – das ist die Art, mit der Sie Geld verdienen können.
Saugen Sie den Leser an
Ob Spiegel-Artikel oder ein Bericht im Vereinsblatt: Der 1. Satz entscheidet, ob Ihre Leser weiterlesen. Jede Publikation hat dafür ihre typischen Methoden. Der Spiegel startet im Reportagestil: „Zuerst schossen zwei monströse Tentakel aus der Dunkelheit heran.“ Danach wird meist die Geschichte von hinten her aufgerollt. Bild beginnt gern rätselhaft: „Die Schlinge zieht sich zu.“ Oder emotional: „Skandal! 20 % soll der Benzinpreis noch steigen …“ Bei Ratgebern ist die Methode „Problem und Versprechen“ beliebt: „Berge von Papier stapeln sich jeden Tag auf Ihrem Schreibtisch. Dagegen hilft …“
Beim letzten Beispiel sehen Sie, dass Sie für einen guten Anfang sogar den Satzbau so umbiegen dürfen, dass das stärkste Wort an den Anfang rutscht. Normalerweise würde man sagen: „Jeden Tag stapeln sich Berge von Papier auf Ihrem Schreibtisch.“
Sparen Sie an Nebensätzen
Es ist eine Tatsache, dass es eine echte Seuche darstellt, dass im Deutschen, in dem es die Möglichkeit gibt, komplizierte Satzkonstruktionen zu bilden, dadurch viele Aussagen, die wichtig sind, nicht im Hauptsatz, sondern in einem Nebensatz, den man kaum noch versteht, landen.
Das war ein Beispielsatz, wie Sie es nicht machen sollten. Gegen solche Ungetüme helfen folgende Methoden:
Überflüssiges streichen. „Es ist eine Tatsache, dass“ oder „Ich finde, dass“ bieten keinerlei Informationswert.
Adjektiv statt Nebensatz. „Wichtige Aussagen“ statt „Aussagen, die wichtig sind“. „Unverständlicher Nebensatz“ statt „Nebensatz, den man kaum noch versteht“.
Doppelpunkt statt „dass“. „Es ist eine Seuche im Deutschen: Wichtige Aussagen landen in einem Nebensatz.“
In mehrere kurze Sätze zerlegen. „Im Deutschen lassen sich verschachtelte Nebensätze bauen. Das kann zu einer regelrechten Seuche werden. Wichtige Aussagen landen dann in einem Nebensatz.“
Verben statt Substantiven
Bei der Begegnung Ihrer Leser mit Ihrem Geschriebenen kommt es auf Verstehbarkeit und einen gewissen Überraschungseffekt an, damit seine Lesefreudigkeit anhält und vor allem bei einer Steigerung der Textlänge keine Ermüdung eintritt.
Ein häufiger Fehler, den Sie oft erst beim Durchlesen bemerken. Wandeln Sie Substantive in Verben oder Adjektive um. Das geht immer. Texte werden lesbarer und kürzer:
„Schreiben Sie verständlich und überraschen Sie Ihre Leser, damit sie gerne weiterlesen und auch bei längeren Texte nicht ermüden.“ Na bitte!
Würzen mit Umgangssprache und Modewörtern
Haben Sie keine Scheu, auch einmal zu schreiben, wie „Ihnen der Schnabel gewachsen ist“. Wenn Sie schwierige Sachverhalte rüberbringen wollen, suchen Sie sich einen Menschen in Ihrer Umgebung, dem Sie davon erzählen. Wenn dieser andere sagt „Jetzt hab ich’s kapiert!“ – dann nehmen Sie genau die Formulierung, bei der er den Durchblick bekam.
Verwenden Sie mutig (aber nicht zu übertrieben) Zitate aus der aktuellen Umgangssprache und Werbung. Mit „Gute Preise, gute Besserung“ oder „Mittendrin statt nur dabei“ können Sie auf billige Weise ein kleines Schmunzeln erzeugen. Entsprechende Sprüche finden Sie bei slogans.de oder wikiquote.org.
Dumme Wörter vermeiden
Es gibt nämlich Wörter, die sind eigentlich gar nicht nötig, und deshalb sollten Sie die bewusst weglassen.
In diesem Beispielsatz sind das „nämlich“, „eigentlich“ und „bewusst“. Ohne jeden Informationsverlust lautet der Satz dann: „Es gibt Wörter, die sind gar nicht nötig, und deshalb sollten Sie die weglassen.“
Überschlaue Wörter vermeiden
Man könnte somit das allen Humanismen zu Grunde liegende kommunitarische Phantasma auf das Modell einer literarischen Gesellschaft zurückführen, in der die Beteiligten durch kanonische Lektüren ihre gemeinsame Liebe zu inspirierenden Absendern entdecken.
Ein Satz des Philosophen Peter Sloterdijk im typischen Intellektuellen-Jargon: viele Substantive, viele Fremdwörter. Als Schreiber machen Sie sich beliebt, wenn Sie schwierige Sachverhalte verständlich ausdrücken können. Schlagen Sie Fremdwörter auf wikipedia.de nach. So geht es doch auch:
„Bei allen Menschen gibt es die abwegige Vorstellung: Wir werden eine Gesellschaft, indem wir lesen, was andere uns vorschreiben, und uns gemeinsam von bestimmten Autoren beflügeln lassen.“
Keine Wiederholungen
Wenn Sie über ein Thema schreiben, kommt dieses Thema immer wieder in vielen Varianten dieses Themas vor, bis Ihren Lesern das Thema zu den Ohren herauskommt.
Variieren Sie häufig vorkommende Begriffe! Klicken Sie beim Schreiben mit der rechten Maustaste auf das Wort und wählen Sie (bei Microsoft Word) den Begriff „Synonyme“. Sie erhalten fast immer eine Liste mit sinnverwandten Wörtern (bei „Thema“ erscheinen „Motiv, Frage, Aufgabe, Angelegenheit, Inhalt usw.“). Selbst wenn das gesuchte Wort nicht dabei ist – oft kommen Sie beim Lesen der Liste auf neue Begriffe. So vermeiden Sie das Schlimmste, was Sie Ihren Lesern zumuten können: Langeweile.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.
Kampf den Störern! So bleiben Ihre Prioritäten wirklich auf Platz 1
Der Schlüssel zu erfolgreichem Zeitmanagement liegt in der geplanten Konzentration auf das wirklich Wichtige. Eigentlich führt der Begriff „Zeitmanagement“ in die Irre – denn die Zeit können Sie nicht managen. Sie verrinnt immer im gleichen Sekundentakt. Managen können Sie nur sich selbst. Jedes „Zeitproblem“ ist in Wirklichkeit ein Prioritätenproblem.
Der Kleinkram drängelt sich vor
Im Lauf der Zeit verblassen die großen Ziele und Träume. Stattdessen wird der Alltag zunehmend von dringenden Dingen regiert, die alle laut „Erledige mich!“ schreien, aber für Ihr Lebensziel unwichtig sind. Es geht zu wie in einem überfüllten Restaurant: Nur wer schreit, wird noch bedient.
Die entscheidende Ursache für mangelnde Effektivität und ein unzufriedenes Grundgefühl ist das Diktat der Dringlichkeit. Jeder will etwas von Ihnen, und zwar sofort. Folge: Sie schieben die großen Prioritäten Ihres Lebens beiseite. Der Kleinkram drängelt sich auf Platz 1. Das Geheimnis eines gelungenen Lebens: Geben Sie dem Vorrang, was wirklich zählt. Hier ein paar bewährte Hilfen:
Lassen Sie die wichtigen Dinge schreien
Geben Sie Ihren persönlichen Prioritäten den gleichen Raum wie dringenden Terminen: Nehmen Sie Ihren Kalender zur Hand und tragen Sie in jeder Woche (bis zum Jahresende) einen mindestens 1-stündigen Termin namens MMM ein. Das steht für „Meeting mit mir“ und bedeutet, dass Sie in dieser Zeit keine anderen Termine annehmen. Im wöchentlichen MM-Meeting kümmern Sie sich ausschließlich um Ihre langfristigen Prioritäten und lassen alle dringenden Sachen liegen. Das ist am Anfang hart, aber schon bald werden Sie die enorme Energie spüren, die davon ausgeht.
Vom Pizza-Express zum Restaurant
Bei dringenden Aufgaben reagieren Sie, ähnlich wie ein Pizza-Lieferservice, der 30 Minuten nach dem Anruf das Gericht beim Kunden abliefern muss. Wenn zu viele Bestellungen gleichzeitig hereinkommen, bricht das ganze System zusammen.
Ein Restaurant der gehobenen Kategorie lässt sich auf diese Arbeitsweise nicht ein. Es agiert: Hier muss der Gast reservieren, kann sich dann aber auf guten Service verlassen. Betrachten Sie sich in Ihrem Beruf nicht als Schnell-Bäcker, sondern als Gourmet-Koch, und machen Sie den Unterschied auch Ihren Kunden und Mitarbeitern klar. Sagen Sie vorher genau, wie viel Zeit Sie benötigen. Machen Sie dabei keine unrealistischen Versprechungen.
2. Sonntag
Eine alte Regel des Zeitmanagements ist das Einplanen von Pufferzeiten. In der Praxis funktioniert das selten – stets drängeln sich neue dringende Aufgaben in die von Ihnen freigehaltenen Lücken. Probieren Sie es mit einer radikaleren Lösung: Betrachten Sie 1/2 Wochentag als „2. Sonntag“, etwa den Mittwochnachmittag oder den Donnerstagvormittag. An diesem 1/2 Tag nehmen Sie keine Termine an. Widmen Sie sich in dieser Zeit Ihrer Vision. An Ihrem persönlichen Zweitsonntag kommen Sie viel eher auf die entscheidenden Ideen als während der hektischen Normaltage.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.
Ihre Zukunft: Persönlichkeitsentwicklung mit der simplify-Szenariotechnik
Ihre persönliche Zukunft ist nicht so geheimnisvoll und dunkel, wie Sie vielleicht meinen. Sehr vieles von dem, was Sie erleben werden, steckt bereits als Keim in Ihnen drin.
- Persönlichkeitsentwicklung in der Zukunft
Die Tiefe Ihrer Seele weiß mehr darüber als Ihr bewusstes Alltags-Ich. Um dieses verborgene Wissen anzuzapfen, gehen Sie so vor:
Schauen Sie in die Zukunft
Nehmen Sie sich mindestens 15 Minuten Zeit. Suchen Sie einen ruhigen Ort, ohne Telefon und andere Störungen. Setzen oder legen Sie sich hin. Überlegen Sie sich eine Frage, die Sie beantwortet haben möchten (Wird mein Sohn heiraten? Werde ich in meinem Beruf bleiben können? War meine Entscheidung für den Umzug richtig? Usw.).
Versetzen Sie sich an einen ganz bestimmten Ort und in eine ganz konkrete Zeit in der Zukunft, z. B. genau 10 Jahre von heute an gerechnet. Sagen Sie laut dieses Datum („28. September 2021“). Rechnen Sie aus, wie alt Sie dann sein werden, wie alt Ihr Partner, Ihre Kinder, wichtige Freunde. Sagen Sie, an welchem Ort Sie sein möchten, etwa in Ihrem Arbeitszimmer, Ihrem Auto.
Nun schließen Sie die Augen. Atmen Sie 3- bis 4-mal bewusst und besonders tief ein und aus. Stellen Sie sich vor, Sie wären von weißem Nebel umgeben. Langsam lüftet sich der Schleier. Welches Bild taucht als Erstes dahinter auf? Vertrauen Sie Ihrer Intuition. Das 1. Bild, das länger bleibt, ist das richtige. Beurteilen Sie es nicht, lassen Sie es kommen.
Möglicherweise begegnen Ihnen auf Ihrem gedanklichen Weg in die Zukunft Todesängste. Sie fragen sich, ob Sie in 10 Jahren noch am Leben sein werden. Solche Gedanken sind normal. Lassen Sie sie zu, gehen Sie dann aber in Gedanken ruhig weiter.
Vertrauen Sie Ihrer Intuition
Blicken Sie sich um, nehmen Sie die Situation mit allen Sinnen wahr. Was hören Sie? Worauf sitzen Sie? Wie ist die Temperatur, die Stimmung? Was riechen Sie? Was fällt Ihnen ins Auge? Welche Menschen sind in Ihrer Nähe? Erinnern Sie sich an Ihre Frage. Gibt es Anhaltspunkte für eine Antwort?
Die amerikanische Lebensberaterin Martha Beck, die diese Methode entwickelt und tausendfach eingesetzt hat, berichtet von den erstaunlichsten Erfahrungen: Eine Frau sieht an ihrem Finger einen Ehering und findet dadurch aus ihrer Verkrampfung, unbedingt einen Mann finden zu müssen. Ein Student sieht sich an einem großen Schreibtisch in einem sonnigen Büro und verliert seine Ängste, arbeitslos zu werden. Vertrauen Sie darauf, dass Ihre Zukunft kein Ungeheuer ist, das auf Sie lauert. Sondern eine zarte, aber kräftige Pflanze, die Ihre Pflege und Liebe benötigt.
Denken Sie konsequent zu Ende
Streng genommen ist jede Angst eine Angst vor der Zukunft. Eine bewährte Technik gegen übertriebene Ängste, so Martha Beck, ist die gezielte Übertreibung: Denken Sie nicht nur vage an Ihre schlimmsten Befürchtungen, sondern übertreiben Sie sie noch, und malen Sie sich diese Übersteigerung in allen Details aus: wie Sie nach dem Verlust des Arbeitsplatzes Ihre Wohnung aufgeben müssen, Sie von jedem abgewiesen werden, auf der Straße leben, stehlen und betteln, krank werden, im Gefängnis landen … Ziehen Sie es wirklich durch!
Irgendwann wird Ihr Unbewusstes rebellieren und positive Gegenkräfte mobilisieren: So weit werde ich es nie kommen lassen! Ich lasse mich nicht hängen! Ich schaffe es! Ich sehe aufrecht und mutig in die Zukunft! Sie werden spüren, dass sich Ihre eingebildeten Negativszenarien unecht anfühlen – verglichen mit Ihrer Lebenskraft und einer inneren Zuversicht, die Sie sich anfangs überhaupt nicht zugetraut hätten.
Mehr von Martha Beck: “Enjoy your life”. Jetzt als Taschenbuch in deutscher Sprache. Piper Verlag, München 2009.
Atuorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl
Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter und simplify-Homepage.
Hier geht es zu den 33 simlify-Tipps im alten Blog.











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