Kategorie: Organisation und Unternehmensführung

Unwirsche Fragerin am Telefon: “Warum kostet das sooo viel?”

Autor: malerdeck am 10. April 2012

Seoben Anruf einer Dame, die eine “Hausnummer” für den Anstrich ihres Wohnzimmers wissen wollte. Dafür sollte ich bitte bei ihr vorbei kommen, sagte sie sehr bestimmt.

“Eine Hausnummer, kann ich ihnen auch am Telefon sagen,” antwortete ich der Dame. Nun erfragte ich kurz die ca. Wohnzimmergröße. Dabei erzählte mir die Dame von Schwarzstaubproblemen (Fogging), ihren diesbezügich eingeholten Informationen beim Umweltbundesamt etc. Decke und Wände sollen weiß werden, eine Wand soll einen grünen Farbanstrich erhalten.

Jetzt fragte ich die Dame noch, ob in dem Wohnzimmer geraucht wurde? “Nicht mehr”, war die Antwort. Seit März letzten Jahres wird nicht mehr geraucht. Dennoch muss, aus technischen Gründen, hier eine Spezialisolierfarbe gegen das Nikotin eingesetzt werden, da bei einer normalen Dispersionsfarbe ansonsten der Neuanstrich vom alten Nikotin verfärbt wird.

Das bedeutet selbstverständlich Mehrkosten, gegenüber dem normalen Dispersionsfarbanstrich, erklärte ich der Anruferin geduldig. “Warum?”, war die etwas unwirsche verständnislose Frage der Dame. Weiter geduldig und freundlich, erklärte ich ihr die technische Notwendigkeit.

Durch den geschilderten Zustand der Decke und der Wände (Nikotin), kalkulierte ich einen zweimaligen Anstrich mit der Spezialisolierfarbe und nannte der Dame eine Hausnummer von ca. € 750,- bis  € 800.-, inkl. MwSt.

Die sehr vorwurfsvolle und etwas laute Antwort vom anderen Telefonende: “Da kriege ich ja die Krise! Warum kostet das soooo viel?” Meine Antwort: “Warum kostet ein Auto z.B. 44.362,00 Euro? Antwort der Dame: “Das kann man nicht vergleichen. Und wenn ich das noch in DM umrechne, oje oje oje!”  (Hallo???)

Ungehaltene Anruferin: “Warum kostet das soooo viel?”

“Tut mir leid, so sind eben die Preise”, antwortete ich der Dame bestimmt. Anschließend beendete ich freundlich das Gespräch, mit der etwas unwirschen Anruferin.

Ursprünglich wollte die Dame meinen Besuch, damit ich mir die Details vor Ort anschaue und sie wegen ihrer Probleme des Schwarzstaubes und der Farbgebung berate. Diesen Zeitaufwand konnte und wollte ich mir ersparen, denn schon auf Grund der Fragestellungen und Aussagen am Telefon war mir klar, dass das nie und nimmer einen Auftrag geben wird.

Ihren Wunsch nach einer preislichen “Hausnummer”, bekam die Dame von mir dennoch präzise, geduldig und freundlich erfüllt.

Kein Geld verdienen, kann ich auch ohne zu arbeiten.

“Ihrem Internet-Angebot habe ich entnommen, dass Sie die richtige Adresse für meine Renovierungswünsche sind.”

Autor: malerdeck am 4. April 2012

Das lese und höre ich doch gerne, wenn malerdeck als die richtige Adresse für Malerarbeiten empfunden wird. Der Kunde ist übrigens ca. 65 – 70 Jahre alt.

malerdeck ist die richtige Adresse für meine Renovierungswünsche

“Sie sind die richtige Adresse für meine Renovierungswünsche”, dem kann ich selbstverständlich voll zustimmen. ;-)

Den Kunden angerufen und für vergangenen Montag, 2. April, einen Termin vereinbart. Pünktlich erschienen, gut beraten, Termin besprochen. Angebot am gestrigen Dienstag, 3. April, bereits abgeschickt.

Angebot vom 3. April

Vor einer Stunde rief der Kunde an, hatte noch ein paar Detailfragen und hat zum vorgeschlagegen Termin den Auftrag erteilt. :-)

Auch hier zeigt sich die strategische Bedeutung von:

  • Schneller Reaktion
  • Pünktlicher Termineinhaltung
  • Kompetenter Beratung
  • Schnellem Angebot

 

Innerhalb 12 Stunden: Kundenanruf, Terminvereinbarung, Angebot per Email, Auftragserteilung per Email

Autor: malerdeck am 3. April 2012

Mein Terminkalender vom 2. April

Hier sehen sie meinen Outlook-Kalender vom gestrigen Montag. Die blauen Balken markieren vereinbarte Kundentermine. Der Anruf der Neukundenfamilie kam um 9:00 Uhr. Wunsch war ein Angebot/Beratung und ein möglichst schneller Ausführungstermin.

Da ich um 11:00 Uhr bereits einen Termin im gleichen Stadtteil hatte, vereinbarte ich meinen Besuch für 11:30 Uhr.

Wie immer, bin ich pünktlich zum Termin erschienen. Durch umfangreiche energetische Sanierungsarbeiten der Wohnungsgesellschaft, innen und außen, sind die Kunden etwas “handwerksgeschädigt”. ;-)

Die Sanierungsmaßnahmen sind abgeschlossen, alle Handwerker aus dem Haus und jetzt soll schnellstmöglich das Gartenzimmer renoviert werden.

Die Kunden nannten mir ihre Wünsche und wurden von mir qualifiziert beraten. Eine Ausführung noch vor Ostern, also in dieser Woche (!) war dabei der größte Wunsch.

Das konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht versprechen, denn zuerst musste ich mir einen Überblick über die Zeitmöglichkeit der einzelnen Teams verschaffen.

Da ja alles sehr schnell gehen sollte, musste auch das Angebot schnell bei den Kunden sein. Obwohl ältere Herrschaften, verfügten diese über eine Emailadresse. So konnte schnell kommuniziert werden.

Termine überprüft, Abläufe optimiert, Termin noch in dieser Woche möglich gemacht. Danach das Angebot gerechnet, kalkuliert und ausgearbeitet.

Bereits um 14:04 Uhr (!), verschickte ich das aussagekräftige Angebot per Email. Die Ausführung sagte ich für kommenden Mittwoch und Donnerstag zu. Natürlich bat ich, bei diesem engen Zeitrahmen, um eine umgehende Auftragserteilung.

Um 14:04 Uhr wurde das Angebot per Email abgeschickt

Ehrlich gesagt, rechnete ich nicht so sehr mit einer Auftragserteilung. Denn bisher hatten diese Kunden alles selbst gemacht und verlegten im zu renovierenden Gartenzimmer gerade selbst einen neuen Laminatboden.

Aber gestern Abend, um 20:54 Uhr, wurde der Auftrag per Email erteilt. :-)

Auftragserteilung per Email, um 20:54 Uhr

Das freut mich natürlich. :-) Nachher werden wir die Details telefonisch besprechen und meine Frau wird noch heute zur Tapetenauswahl bei den Kunden vorbeigehen. Morgen beginnen wir mit den Arbeiten und sind am Donnerstag fertig!

An diesem Beispiel können Sie den Ablauf eines so schnellen Auftrags sehen. Da ist äußerste Präzision, schnelle Reaktion, freundliche Pünktlichkeit und eine sehr gute Organisation gefragt. Das ist gar nicht so einfach und erfordert sehr viel Einsatz. Aber was ist schon einfach?

Wann immer es geht, machen wir für unsere Kunden (fast) ;-) alles möglich!

 

Warum wir immer pünktlich sind. Dieses Video liefert Ihnen die Erklärung. Alles nur eine Frage der Organisation!

Autor: malerdeck am 21. März 2012

In diesem Video zeige ich Ihnen, warum wir zugesagte Termine so präzise einhalten können und unsere Kunden mit unserer Pünktlichkeit  begeistern.

Im Vollbildmodus, das Kästchen unten rechts im Videofenster anklicken, sind die Details besser erkennbar.

Im Video ist nicht alles sehr gut erkennbar. Dennoch, mein Motto: Lieber gut, als perfekt! ;-)

Kundin verloren, da ich ihr Problem nicht lösen konnte

Autor: malerdeck am 1. März 2012

Es kommt zwar sehr selten vor, aber gestern war es wieder einmal so weit. Eine Kundin beschwerte sich über die Höhe ihrer Rechnung. Ein sehr unerquickliches Gespräch.

Was war geschehen? Gegenüber dem Festpreisangebot, beauftragte die Kundin vor Ort weitere Arbeiten. Statt einer Wand, wie ursprünglich beauftragt, wurde im Gästezimmer eine zusätzliche Wand tapeziert.

Zusätzliche Spachtelarbeiten waren erforderlich und an sechs Ecken wurden Kantenleisten eingebaut.

Für den Farbton des Anstriches, jeweils einer Wand, im Gästezimmer und der Küche, konnte sich  die Dame nur schwer für einen Farbton entscheiden. Nach ausgeführtem Anstrich, gefiel der Farbton der Dame dann doch nicht. Neuen Farbton richten, neu streichen. Und das drei bis vier Mal.

Die “kleine” Wand mit den Hängeschränken

Alle zusätzlichen Taglohnarbeiten, wurden korrekt aufgeschrieben und von der Kundin per Unterschrift bestätigt.

Von der Kundin unterschriebener Taglohnzettel

In der Rechnung sah das dann so aus.

Die fraglichen Positionen in der Rechnung

Das Angebot schloss mit einem Preis von € 1083,53, die Rechnung hat einen Endbetrag von € 2139,95.

Das sei ja mehr als das Doppelte zum Angebot und das könne nicht sein, so die Kundin. Geduldig erklärte ich ihr die Arbeiten, die sie zusätzlich beauftragt und unterzeichnet hatte. Sie hätte unterschrieben und überhaupt nicht gelesen, was sie unterschreibt!?

Und für die paar “Kleingkeiten” könne man so lange nicht brauchen. Sie wolle, dass ich vorbeikomme und mir die “kleinen” Flächen vor Ort ansehe. Ich sei der Fachmann und solle Ihr das erklären.

Schließlich habe die Küchenwand nur eine ganz geringe Wandfläche. Der Hinweis, dass eine normale Wand, die ohne Hängeschränke und Küchenmöbel ist, sichj wesentlich schneller streichen lässt, als diese Küchenwand, wurde nicht zur Kenntnis genommen.

Auch mein Hinweis auf z.B. “kleine” Kinderschuhe, die fast den gleichen Preis der Erwachsenenschuhe kosten, ging ins Leere. Kurzum, wir drehten uns im Kreis und kamen zu keinem Ergebnis.

Das “Problem” dieser Kundin konnte ich leider nicht lösen

Die Arbeiten wurden ordnungsgemäß von uns durchgeführt, die zusätzlichen Arbeiten beauftragt und bestätigt. Was gibt es da zu dikutieren?

Da ich dieses “Problem” preislich nicht lösen konnte, war die Kundin sehr enttäuscht und wird wohl leider nicht mehr zu uns kommen.

Ein Muss: Steve Jobs bewegende Rede vom Juni 2005 in Deutsch

Autor: malerdeck am 25. Februar 2012

Steve Jobs hielt im Juni 2005 eine sehr bewegende Rede auf der Abschlussfeier der Stanford University im kalifornischen Palo Alto. Zum ersten mal sendete ZDFinfo diese Rede auf Deutsch.

Meiner Meinung nach, kann man alle Literatur zur Persönlichkeitsentwicklung und Unternehmensführung vergessen. Steve Jobs hat alles genial und eindrucksvoll auf den Punkt gebracht. Einfach nur großartig.

Bleibt hungrig -- Bleibt töricht !

 

Anruf auf AB: “Ihr Angebot ist sooo schön und Ihre Arbeit ist bestimmt hervorragend!” Trotzdem kein Auftrag

Autor: malerdeck am 20. Februar 2012

Diese Dame bedankt sich auf unserem AB überschwänglich für das soooo schöne Angebot. Sie ist auch überzeugt, dass wir die Arbeiten toll ausführen. Haben aber noch andere Angebote und uns, wegen des Preisunterschiedes, keinen Auftrag erteilt.

Ihr Angebot ist so schön und die Arbeiten sicher hervorragend…

Beim nächsten Mal will sie uns wieder zum Angebot auffordern, weil unser Angebot soooo schön ist!? Den Anruf müssen Sie sich unbedingt anhören, hier klicken.

Wir leben allerdings nicht vom Angebote Machen, sondern vom Arbeiten Ausführen. Das werde ich der Dame beim nächsten Mal sagen.

Ergänzung am 22.02.2012:

Habe der Dame heute diesen Brief geschrieben.

“Schöne Angebote” kosten künftig Bearbeitungsgebühr

Kein Geld verdienen, kann ich auch ohne zu arbeiten!

Donnerstag bis Samstag: Erfa-Tagung “Farbe und Management” in München

Autor: malerdeck am 16. Februar 2012

Am 21.02.1986 war ich Gründungsmitglied einer Erfahrungsaustauschgruppe. Wir gaben uns den Namen “Farbe und Management. Das ist heuer 26 Jahre her.

Seit dieser Zeit, treffen wir uns zwischen zwei und vier Mal im Jahr. Sieben Malerunternehmer, immer an wechselnden Orten, in ganz Deutschland.

Tagung auf Helgoland – Tagungspause ;-)

Das Bild entstand vor ein paar Jahren, bei unserer Tagung auf Helgoland. Von heute bis zum Samstag, tagen wir in München.

Alle Beteiligten dieser Gruppe, so auch ich, profitierten und profitieren noch sehr, von den wechselseitigen Erfahrungen. Dass wir darüber hinaus sehr gut befreundet sind, versteht sich von selbst.

Absage, man kann nicht jeden Auftrag erhalten. Der Kunde, das unbekannte Wesen

Autor: malerdeck am 13. Februar 2012

Anruf des Kunden am Donnerstag, 2. Februar, am Nachmittag. Wunsch war, Beratung und ein Angebot zu erhalten. Terminvereinbarung für Freitag, 3. Februar, 11:00 Uhr.

Pünktlich zum Termin erschienen und dem Kunden viele Detailfragen zur Ausführung beantwortet. Da an Studenten vermietet werden soll, war der Kunde sehr an einer unaufwändigen Renovierung interessiert. “Was kann man da kostensparend machen?” Hier wurde der Kunde auf Einsparpotenziale  hingewiesen.

Bereits am darauf folgenden Montag, 6. Februar, mein qualifiziertes Angebot mit der Post an den Kunden geschickt. Am Samstag, 11. Februar, vom Kunden diese Email erhalten.

Mir liegen deutlich günstigere Angebote vor

Man beachte die Formulierung: “Mir liegen deutlich günstigere Angebote vor.” Das lässt mich folgendes spekulieren:

Zum Zeitpunkt meines Besuchs, lagen diese Angebote (also mehrere!) schon vor. Für unwahrscheinlich halte ich, dass der Kunde diese erst nach Vorliegen meines Angebots eingeholt hat. Denn dann hätte der Wettbewerb raketenmäßig funktionieren müssen, was er normaler Weise nicht tut!

malerdeck diente hier lediglich als präziser und gut beratender Auskunftgeber, als Preisbarometer und zur Überprüfung, ob der bisherige Wettbewerb die richtige Vorgenensweise hat.

Wenn die bisherigen Angebote (preislich) bereits den Vorstellungen entsprachen, warum hat der Kunde dann noch malerdeck angerufen? Ob es noch billiger wird?

Fazit: Der Kunde, das unbekannte Wesen! ;-)

“Wir möchten, dass Sie vorbeikommen und uns ein kostenloses und unverbindliches Angebot erstellen!”

Autor: malerdeck am 31. Januar 2012

Anruf von gestern Vormittag. Wenn ich diesen Satz (Artikelüberschrift) höre, weiß ich genau, was die Glocke geschlagen hat: Es werden viele Firmen abgefragt und es wird von vorneherein Wert auf sehr große Distanz gelegt.

Die Geschichte. Dame ist am Telefon und möchte, dass ich vorbeikomme, kostenlos und unverbindlich, natürlich. Stimmlich macht sie mir einen etwas unsicheren Eindruck. Gleich merke ich auch, warum.

Der feige Ehemann, schickt seine Frau vor

Im Hintergrund steht nämlich ihr Gatte, der ihr vorflüstert, was sie zu sagen hat. Der Feigling schickt seine Ehefrau vor.

Höflich und freundlich stelle ich meine Fragen. Zunächst frage ich nach der Adresse und registriere: Fahrzeit für eine Strecke, ca. 30 Minuten. Danach frage ich, was renoviert werden soll. Das Wohn-/Esszimmer soll neu gestrichen werden. Dann frage ich nach der Zimmergröße. Die Fahrt/Zeit kann ich mir sparen.

Die Dame am Telefon unsicher, im Hintergrund immer ihren soufflierenden Ehemann im Nacken. “Da kann ich Ihnen schon einmal eine Hausnummer am Telefon nennen”, sagte ich, nachdem ich alle Informationen hatte. Kalkulierte kurz am PC und nannte der Dame den Preis.

Ob da auch das Umräumen der Möbel enthalten sei, wollte der flüsternde Gatte im Hintergrund wissen. “Die Räumarbeiten werden auf Stundennachweis ausgeführt und gesondert in Rechnung gestellt”, ließ ich den Flüstermann – durch seine Gattin – wissen.

Nachdem sich die Dame bei ihrem flüsternden Ehemann (flüsternd) versicherte, dass er keine Fragen mehr hatte, die Standardantwort nach solch einem Gespräch: “Ich bespreche das jetzt mit meinem Mann und bei Bedarf melden wir uns wieder.” Von “vorbeikommen” war nicht mehr die Rede.

Gesprächsdauer, ca fünf Minuten. Hätte ich dem Wunsch entsprochen und wäre persönlich vorbeigekommen, hätte der zeitliche Aufwand ca. 1,5 Stunden betragen!

So versuche ich im Vorfeld schon abzuklären, ob eine Anfahrt überhaupt notwendig ist. Damit ist beiden gedient. Die Anruferin/der Anrufer hat eine Preisvorstellung von mir erhalten und ich habe mir viel Zeit gespart.